Kinogeschichte

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Bis in das frühe zwanzigste Jahrhundert reichen die Anfänge der Kasseler Kinogeschichte.

In der Wilhelmshöher Allee 270 gab es etwa schon früh den Film-Palast. Und Ende der 1920-er Jahre wurden die Capitol-Lichtspiele errichtet.

Freilichtkino

Das Freilichtkino lag im bewirtschafteten Stadtgarten in der Wilhelmsstraße, wo heute das Zentrum-Parkhaus zu finden ist. Dort konnte man schon in den 30er-Jahren im großen Garten unter Bäumen an Holztischen sitzen und Filme anschauen. Hier wurde zum Beispiel auch 1930 „Der Greifer“ mit Hans Albers gezeigt. Im Inneren des Gebäudes, das 700 Besucher fasste, wurden oft Sportveranstaltungen, viele Boxkämpfe etwa, veranstaltet.

Das Kino im Stadtgarten war das einzige Freilichtkino Deutschlands, bei dem der Filmapparat hinter der Leinwand stand. Die Leinwand musste während des Films permanent mit Wasser nass gehalten werden, um ein Bild darauf zu projizieren.

Das Freilichtkino im Stadtpark war also so etwas wie der Vorläufer des Open-Air-Kinos im Hof des Dock 4. Speisen und Getränke zum Film waren dort obligatorisch.

Kino Mitte der 1950-er Jahre

Mitte der 1950-er Jahre gab es in Kassel zahlreiche „Lichtspielhäuser“, wie man die Kinos damals auch nannte, darunter

In den 50ern kamen die Stars in die Kinos und die Helden der Kinoleinwand waren bei den Premieren hautnah zu erleben, etwa Heinz Rühmann, Hildegard Knef, Heinz Erhardt, Hans Moser, Theo Lingen, Maximilian Schell, Alice und Ellen Kessler, Joachim Fuchsberger, Christine Kaufmann oder Johannes Heesters. Zahlreiche Kinopremieren wurden damals in der Stadt gefeiert. Die Stars kamen am Hauptbahnhof an und wurden nicht selten von über tausend Fans auf ihrem Weg zu den angesagten Lichtspielhäusern begleitet.

Musik- und Kinomuseum in Eschenstruth

Eine umfangreiche Sammlung kann im Musik-, Radio- und Kinomuseum im Helsaer Ortsteil Eschenstruth besichtigt werden, darunter eine Auswahl von alten Abspielgeräten und mechanischen Musikinstrumenten. Darüberhinaus bietet das Museum einen interessanten Überblick über die Kasseler Kinogeschichte in den 1950-er und 1960-er Jahren mit alten Kinosesseln, Leuchtreklamen und Filmplakaten.

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