Kindergarten Kunterbunt

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1999 feierte der Kindergarten Kunterbunt sein 50-jähriges Jubiläum Gegründet als Deutsch-Amerikanischer Kindergarten

Es waren die Frauen amerikanischer Besatzungssoldaten, die im Jahr 1949 jene Initiative ergriffen, der der heutige Kindergarten Kunterbunt in der Schellingstraße seine Existenz verdankt. Dazwischen liegen 50 wechselvolle Jahre, die sich immer wieder im pädagogischen Konzept des Kindergartens spiegeln.

Am 6. Juli 1949 schlossen sich 12 amerikanische Mütter in Kassel zusammen auf der Suche nach Betreuung für ihre Kinder, der Kasseler Erzieherin Hildegard Wackes wurde die Leitung angetragen. Erst 1958, nach acht Umzügen, fand die "Nursey School" endlich in der Wilhelmshöher Allee 64, im heutigen Gebäude der Zentralen Vergütungsstelle, für die kommenden 15 Jahre eine feste Bleibe.

Das pädagogische Konzept des deutsch-amerikanischen Kindergartens umfasste vorrangig den Gedanken der Integration und Völkerverständigung. Darum besuchten ab 1965 deutsche und amerikanische Kinder gleichermaßen die Einrichtung und lernten im wahrsten Sinne des Wortes "spielend" Englisch.

1971 trat Hildegard Wackes in den Ruhestand, zwei Jahre später erfolgte der Umzug mit den drei Kindergruppen in die ehemaligen Räume der Kegelbahn in der früheren Belgiersiedlung.

Nach dem endgültigen Abzug der Amerikaner aus Kassel und erneuten Umbauarbeiten Mitte der 70 Jahre erhielt der Kindergarten den Namen "Kunterbunt." Zu dieser Zeit war das Hauptanliegen, daß die Kinder bereits vor der Einschulung Schreiben lernten. Ein anti-autoritäres Erziehungskonzept, wie es für diese Jahre kennzeichnend war, gab es nicht.

Seit 1979 werden die Kinder in altersgemischten Gruppen betreut, seit 1988 gibt es eine Nachmittagsgruppe.

Ein Schwerpunkt der "Villa Kunterbunt" heute liegt auf musikalischer Früherziehung und intensiver Eltern- und Kulturarbeit.