Kilianskirche Korbach

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Die St. Kilian-Kirche ist ein wichtiges Wahrzeichen der Stadt Korbach.

Mit dem Bau der gotischen Hallenkirche wurde im Jahre 1335 begonnen.

Die Kirche erhielt 2011 eine neue Orgel, die mit einem Fest am 16. und 17. April eingeweiht wurde.

Das Wahrzeichen

Kirche St. Kilian - Baubeginn: 1335. Fertigstellung: 1450.

Der Kilian ist im Bewusstsein der Korbacher verwurzelt

Der Kilian ist das Wahrzeichen von Korbach. Die gotische Hallenkirche mitten in der Altstadt hat ihren Namen vom Heiligen Kilian, dem irischen Missionar, der 689 in Würzburg den Märtyrertod starb.

1335 wurde mit dem Bau der heutigen Kirche begonnen, 1450 wurde sie fertig gestellt. Turm und Kirchendach fielen immer wieder Bränden zum Opfer. 1976 bis 1977 wurde das Südportal restauriert, das durch Witterung und Umweltbedingungen schadhaft geworden war. 1985 erfolgte eine gründliche Innenrenovierung mit neuer Farbgebung. Umfangreiche Sanierungsarbeiten fanden von 1999 bis 2004 am Südportal, am Turm und im Kirchenschiff statt.

Die Bauarbeiten wurden stets aufmerksam von vielen Menschen verfolgt und mit großzügigen Spenden unterstützt, denn der Kilian hat eine ganz besondere Stellung, auch für distanzierte Kirchenmitglieder. In vielen Häusern hängen Bilder der großen Kirche, in dessen Turmknauf nach dem Brand 1581 ein Katechismus Luthers mit eingelegt wurde und ein Gedicht von Pfarrer Nymphius, in dem es in einem Vers heißt:

„Bewahr, o Herr, die
Kirche und Statt
Denn Sie Dich recht
erkennet hatt;
Schaff dass wir unter
deinem Schutz
Ganz sicher sein vors
teuffels truz."

Der Heilige Kilian

Kilianskirche - spätgotisches Sakramentshäuschen

Der Heilige Kilian, der 689 in Würzburg den Märtyrertod gestorben, war von der Altstadt Korbachs und ihrer Kirche zum Schutzpatron erkoren. 1335 war mit dem Bau der heutigen Kirche begonnen worden. 1450 wurde sie fertig gestellt.

1529 wurde zum ersten Mal in der Kilianskirche nach der lutherischen Lehre gepredigt. Aber erst 1544 wurde die Reformation auch in der Hansestadt Korbach eingeführt. Mitten in der Altstadt steht die gotische, dreischiffige Hallenkirche. Westfälischer Einfluss ist unverkennbar. Im Westen erhebt sich ein fast quadratischer Turm mit barocker Haube, das Wahrzeichen der Stadt. Die Kirche weist außen und innen reichen Figurenschmuck auf. Der Heilige Jakobus beispielsweise weist darauf hin, dass Korbach Station war auf dem Jakobsweg. Die Kanzel aus Sandstein wurde 1390 geschaffen. Der Flügelaltar wurde 1527 von einem bisher unbekannten Franziskanermönch gemalt. Die Inschrift auf der großen Kiliansglocke von 1948 (sie wiegt 62 Zentner) heißt: „St. Kilian bin ich genannt, Gott schirm die Stadt und auch das Land!“

(Quelle: Artikel aus der HNA - Waldeckische Allgemeine aus der Serie Kirchen im Waldecker Land)

Geschichte

Eine lesenswerte Zusammenfassung zur Geschichte der Kirche findet sich auf: www.ev-kirche-korbach.de

Kunstwerke aus dem Korbacher Kloster

Altarraum

Aus dem Korbacher Franziskanerkloster stammen die Altarbilder in den beiden grossen Korbacher Kirchen.

Während die Altarbilder des Passionsaltars in der Kilianskirche das Leiden und Sterben Jesu darstellen, handelt es sich in der Nikolaikirche um einen Christgeburts-Altar mit Szenen aus der Weihnachtsgeschichte.

Der Name des Künstlers ist nicht bekannt. Als Korbacher Franziskanermaler wird daher der 1455 oder 1456 geborene Künstler in der Fachliteratur bezeichnet, von dem auch die Flügelaltäre in Korbach stammen. Seine Gemälde stehen in der Tradition der Westfälischen Tafelmalerei. Mit einem ganzfigürlichen Selbstporträt in der Ordenstracht der Franziskaner signierte er seine Werke. Er starb nach 1527.

Orgel

Die neue Kuhn-Orgel wurde zu Ostern 2011 eingeweiht.

siehe auch

Kilianskirche - Portal

Weblinks