Kelzer Mayence

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Kelze – Kirche und Gasthaus

Das Fest der Kelzer Mayence am ersten Sonntag im Mai ist ein Kinderfest aus den Gründerjahren des Hugenottendorfes Kelze, heute ein Stadtteil von Hofgeismar.

Geschichte

Nach einer Überlieferung soll bei der Flucht der Kelzer Hugenotten aus Frankreich ein kleines Mädchen verloren gegangenen sein, das erst von einer nachfolgenden Kolonne gefunden und den dankbaren Eltern zurückgebracht wurde.

Am Mayencefest wird ein kleines Mädchen von drei bis vier Jahren von älteren Schulkindern im Dorf herumgeführt, wobei der Zug einen buntbebänderten Blumenstab voranträgt und mit den „Mayencelied“ Eier, Wurst, Speck und auch Geldspenden in den Häusern des Dorfs gesammelt werden.

Junge Frauen retteten Mayence-Tradition in Kelze

Artikel in HNA-online vom 8.5.2012

Kelze. Seit Jahrhunderten wird der Kelzer Mayence-Umzug von Konfirmandinnen angeführt. Diesmal aber hatte der kleine Ort nur einen Konfirmanden, so dass die hugenottische Tradition ein wenig ins Wanken geraten war.

Glücklicherweise sprangen kurzentschlossen die jungen Damen vom Vorjahr ein und retteten den Brauch, der stets am ersten Maisonntag stattfindet.

„Bonjour wette qui...“ sangen die Sechs, die mit der drei Jahre alten Emely Lang als Mayence von Haus zu Haus zogen und um Eier und Geld baten.

Der Brauch soll an ein Kind erinnern, das bei der Flucht der Hugenotten verloren ging und durch glückliche Umstände wieder zu seinen Eltern fand. Schon morgens hatten die Mädchen ihre erste Aufgabe, sammelten bei verschiedenen Haushalten des Hofgeismarer Stadtteiles Blumen für die üppige Krone. Die wurde beim Mayence-Mädchen gebunden.

Auch Emilys Mutter Saskia Lang wurde eingebunden, sie musste die alte Gelddose aus dem Stadtmuseum holen, denn auch sie ist beim Umzug ein Muss. (zta)

siehe auch

Weblinks