Kaufhaus Schuhmann

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Das Kaufhaus Schuhmann war ein Bekleidungsgeschäft in Bebra im Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Im Mai 2015 wurde das Gebäude abgerissen.

Geschichte

Am 1. März 1936 hatten die Eheleute Karin und Fritz Schuhmann das Textilgeschäft an der Nürnberger Straße 48 eröffnet. Drei Jahre später erweiterten Schuhmanns das Haus zum ersten Mal. Das Kaufhaus an der Nürnberger Straße hatte einen Vorläufer: Fritz Schuhmanns Vater Hans war ein Mecklarer Kaufmann gewesen, der schon 1933 eine Zweigniederlassung an der Bismarckstraße in Bebra eröffnet hatte. Dessen Vater wiederum war Paul Schuhmacher, der das Unternehmen 1882 in Mecklar gegründet hatte.

Der Bombenangriff auf Bebra im Dezember 1944 verursachte zwar Schäden am Kaufhaus Schuhmann, doch der Verkauf ging ohne Unterbrechung zur Versorgung der Bevölkerung weiter.

Familie Schuhmann erweiterte 1958 das Modehaus, das zuvor 600 Quadratmeter Fläche hatte, zu einem Kaufhaus mit 1000 Quadratmetern Fläche. 20 000 Artikel führte das Haus damals: Vom Damenmantel, über Feinripp-Unterhemden für Herren bis hin zum Schnürsenkel. Das Geschäft war damals das erste Kaufhaus im Landkreis.

Karin und Fritz Schuhmann hatten eine Tochter, Erika, die 1957 Hasso Becker heiratete, dessen Eltern wiederum in Recklunghausen ein Kaufring-Kaufhaus führten. Becker zog nach Bebra und stieg in das Geschäft der Schwiegereltern ein.

Um Platz für noch mehr Ware zu schaffen, folgte 1968 erneut eine Erweiterung.

1978 starb Hasso Becker und Erika übernahm das zum Kaufring-Einkaufsverband gehörende Geschäft. 1979 wurden die Verkaufsräume erneut komplett umgestaltet. Auch Uwe Becker, Sohn der Eheleute Becker und letzter Eigentümer des Kaufhauses, war bereits in die Geschäfte eingebunden. Er schloss 1982 sein Studium der Betriebswirtschaft ab, sammelte noch zwei Jahre Erfahrung in Häusern der Kaufring-Gruppe in Deutschland und trat 1985 als alleiniger Geschäftsführer in das Familienunternehmen ein. Sein Großvater Fritz Schuhmann starb kurz darauf im Dezember 1985.

Aus verschiedenen Gründen, Turbulenzen nach der Grenzöffnung und dem beginnenden Trend raus aus der unmittelbaren Innenstadt, schloss das Kaufhaus am 28. Februar 1991. Danach folgte als Mieter die Bekleidungskette NKD. Seit 2001 war das Haus nur noch zeitweise vermietet.

siehe auch

Weblinks und Quellen