Katholische Kirchen im Altkreis Hofgeismar

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Kirche St. Peter in Hofgeismar - im Vordergrund das Pfarrheim

Die katholische Gemeindeseelsorge in dem seit der Reformation stark evangelisch geprägten Altkreis Hofgeismar begann in nennenswertem Umfang wieder im Jahre 1892 in der damaligen Garnisionsstadt Hofgeismar. Der Bau der katholischen St.-Petri-Kirche schloß sich 1897/ 98 an, nachdem im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts bereits in der evangelischen Altstädter Kirche in Hofgeismar monatliche Gottesdienste für die katholischen Angehörigen der Garnison und einige Zivilpersonen gehalten worden waren.

Der Grundstein für die Hofgeismarer St. Petri-Kirche wurde am 27. Mai 1897 (am Fest "Christi Himmelfahrt") gelegt und bereits am Pfingstsonntag des Jahres 1898 konnte die Kirche geweiht werden.

In Karlshafen, der nördlichsten Stadt des ehemaligen Kreises Hofgeismar begann die katholische Seelsorge im Jahre 1891 unter Pfarrer Peter Nau. In Karlshafen und den benachbarten Ortschaften wohnten seinerzeit etwa 270 Katholiken. Die ehemalige Herz-Jesu-Kapelle wurde hier am 10. Mai 1936 geweiht und stand unweit der heutigen Kirche. Mit dem Bau der heutigen katholischen Kirche wurde erst 1955/56 begonnen und am 26. August 1956 wurde die Kirche in Karlshafen zu Ehren des Hl. Michael geweiht.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Zahl der Katholiken im gesamten Kreis Hofgeismar auf mehr als 22.000 Personen stark angestiegen. Heimatvertriebene – zum Beispiel aus dem sog. Sudetenland – mit zumeist katholischer Konfession kamen im Kreisgebiet an und fanden hier auf Dauer eine neue Heimat.

Vor der (evangelischen) Kirche in Westuffeln entstand beispielsweise am 2. Juli 1950 ein Foto, das auch in der HNA-Serie „Aus Omas und Opas Schublade“ als Foto Nr. 1323 erschienen ist. Es zeigt 32 Kinder am Tag ihrer Ersten Heiligen Kommunion mit dem damaligen katholischen Pfarrer Suchanek. Dieser stammte aus dem Sudetenland und wohnte nach dem Krieg in Niedermeiser im Haus Schönfelder (Fuchsmühlenweg). Dort richtete er auch eine Kapelle ein. In den evangelischen Kirchen in Niedermeiser und in den Nachbarorten zelebrierte er für die katholische Bevölkerung jeden Sonntag zweimal die Heilige Messe, abwechselnd in Zwergen und in Obermeiser und am nächsten Sonntag in Niedermeiser und in Westuffeln.

Ab den 1950-er Jahren entstanden dann zunehmend katholische Gotteshäuser, etwa in Immenhausen (1952), Grebenstein (1955), Karlshafen (1956), Lippoldsberg, Haueda und Hohenkirchen (alle 1957), Veckerhagen (1959) und in Hofgeismar das zweite katholische Gotteshaus „St. Marien“. Die Kirche St. Albert in Liebenau-Haueda wurde 2018 profaniert und wird seitdem nicht mehr als Kirche genutzt.

Später kamen weitere Kirchen hinzu, beispielsweise in Hümme (1960), Trendelburg, Ehrsten und Calden (alle 1961) und Vernawahlshausen (1966) sowie im Jahre 1970 auch die Kirche "St. Peter und Paul" in Helmarshausen.


Galerie


Literatur

  • Joseph Weber, Entwicklung der katholischen Gemeinden im Kreis Hofgeismar, in: Heimatjahrbuch für den Kreis Hofgeismar 1968, S. 44 ff.

Pastoralverbünde

Kirchen im Pastoralverbund Hofgeismar-Weser-Diemel:

Kirchengemeinden:

St. Johannes Nepomuk Oedelsheim

St. Peter, Hofgeismar:

St. Michael Bad Karlshafen:

Heilig-Geist Oberweser-Wahlsburg:

Kirchen im Pastoralverbund St. Edith Stein - Reinhardswald:

Kirchengemeinden:

siehe auch

Zeichnung der Kirche St. Michael in Bad Karlshafen

Weblinks