Kasseler Graffiti-Archiv

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Das Kasseler Graffiti-Archiv arbeitet seit 1978 daran, die seit ca. 300 Jahren vorhandene, weltweit verstreute Fachliteratur zum Thema Graffiti systematisch zu sammeln, sie in der bibliographischen Datenbank (umfasst derzeit ca. 35.000 meist autopsierte Einträge) zu erfassen und die wichtigsten Daten, Fakten, Quellen, Namen und Hinweise in speziellen Kapiteln, den Teilen (bisher: 22) des "Vocabulary of Graffiti-Research" allen Menschen zur Verfügung zu stellen.

Seit dem Beginn der Graffitiforschung (der Begriff wurde ca. 1979 von A. Thiel eingeführt) um das Jahr 1978 in Kassel war es das Bestreben, zu einer versachlichten Diskussion des Themas Graffiti beizutragen. Daraus entwickelte sich „An Internet-Textbook on Graffiti-Research“ (www.graffitiforschung.tk). Dieses stellt auf 12.000 Seiten (in 300 Kapiteln) die weltweit umfassendste Datenquelle zu dem Thema dar.

Das in Kassel ansässige "Archiv" ist der geographische Ort, wo das gesammelte Material vorhanden ist. Es umfasst einen ganzen Raum (ca. 16 Quadratmeter) mit 100.000 Dokumenten, darunter ca. 70.000 Zeitungsartikel (in mehreren Sprachen), hunderte von Büchern, Examensarbeiten und seltenen Quellen, Plakate und 6.000 Dias sowie schwarz-weiß Bilder usw.

1995 begann das "Archiv" damit, unter dieser Adresse das Internet zu nutzen. Seitdem fanden in über 2.000 Fällen Kontakte zu Studenten sowie zu weiteren anderen Personen und Institutionen in mehr als 8.000 Fällen statt. Studenten können das "Archiv" immer kostenlos nutzen, wissenschaftliche Betreuung gehört dazu. Im Gegenzug wird eine Kopie der Arbeit der Studenten verlangt, um wiederum den nächsten Besuchern zu helfen. Einige nutzen das Angebot, um ihre Ergebnisse über das Graffiti-Archiv zu veröffentlichen.

Der englischsprachige Begriff für "Graffitiforschung" wurde von Axel Thiel ca. 1980 eingeführt (in den 34 Teilen der "Einführung in die Graffiti-Forschung/introduction to graffiti-research": siehe http://users.aol.com/archive1, die in mehr als 10 deutschen Landes und Universitätsbibliotheken ausliegen) und 1995 ins Internet übertragen.

In Kassel sind die Teile in der „Murhardschen Bibliothek“ vorrätig. Beide Begriffe haben sich als „termini technici“ etabliert und heute findet man über diese Stichworte tausende von Einträgen.

Seit 1995 wurden die Ergebnisse aus Kassel auch in den USA (http://www.graffiti.org) dank Susan Farrell in der größten Datenbank moderner Graffiti („writing“) verlinkt. Durch diese Hilfe wurde die Arbeit sehr erleichtert und der Kontakt zu Kollegen und Kolleginnen befördert.

Das "Archiv" versteht sich als Datensammelzentrale mit einer multiplikatorischen Unterfunktion, um zu jeder Zeit allen Interessierten die aktuellsten Informationen zur Verfügung stellen zu können. Dies wird durch intensive Nutzung des Internets und der dortigen Suchmaschinen systematisch ermöglicht.

Um das "Archiv" herum hat sich über die Jahre ein Netzwerk kooperierender Fachleute gebildet, die zusammen die "international work-group on graffiti-research" ausmachen - die freie auf Zusammenarbeit gegründete Gemeinschaft entsprechend hochmotivierter Individuen. Sie wirken als weitere Multiplikatoren für die Arbeit, wo jeder jeden bereichert im Wissen, dass nur ein gemeinschaftlich verfolgtes Ziel die Kräfte so bündeln kann, dass für alle Beteiligten ein Optimum an Nutzen sich ergibt. Denn all dies wird durch ehrenamtliche Arbeit und Materialspenden seit Beginn der Arbeit erreicht. Über 10.000 Personen haben die Forschung in dieser Zeit unterstützt. Dabei ist es unwesentlich, ob ein einzelner Artikel oder tausende von Seiten Kopierpapier zur Verfügung gestellt werden. In der Summe aller Hilfen steckt eine "treibende Kraft". Nur so war es möglich, die 30 Jahre seit Gründung durchzuhalten. So war es möglich - von der normalen Öffentlichkeit kaum bemerkt - eine global arbeitende "Datenzentrale" aufzubauen.

Im Moment finden Überlegungen statt, wie nach dem Tod des Gründers Axel Thiel die Weiterarbeit des "Archivs" gesichert werden kann, d.h. die für alle Interessierten zu sichernde Zugänglichkeit des wertvollen Materials.

Der Bekanntheitsgrad der Arbeit ist inzwischen so fortgeschritten, dass Fachzeitschriften wie "Public ArtReview", Nr. 33 (USA) Artikel akzeptieren und auch Großstädte wie London um Rat fragen.

Durch automatisierte Suchfunktionen der einzelnen Suchmaschinen im Internet werden die Informationen weiterverbreitet, so dass auf jede Form von "Werbung" verzichtet werden kann.

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Kontakt

E-Mail: mailto: ARCHIVE1@aol.com