Kasseler Becken

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Das Kasseler Becken beschreibt ein weites Talgebiet des Flusses Fulda, das nach der darin liegenden Stadt Kassel benannt ist. Das Kasseler Becken ist Teil der Westhessischen Senke, die ihrerseits ein Teil der Mittelmeer-Mjösen-Zone ist. [1]

Geografie

Die Landschaft

Wer vom Ostrand des Habichtwaldes, etwa vom Herkules aus, das Kasseler Becken überschaut, hat eines der schönsten Landschaftsbilder der hessischen Heimat vor sich. Die starke Wasserader, das Großstadtbild in der Mitte des Beckens und die waldbedeckten Höhen ringsum gewähren einen malerischen Ausblick. Die ausgedehnten Getreidefelder und saftigen Fuldawiesen deuten auf die große Fruchtbarkeit dieser Landschaft.

Zusatz: Auch auf dem leicht ansteigendem Ostteil und Südteil, beziehungsweise in der Fuldaaue), deutet das beschriebene Bild, den auch landwirtschaftlich hohen Wert des Kasseler Beckens an.

Frei zitiert: Der Geologische Aufbau des Untergrundes ist grob gesagt folgender: Unter fruchtbarem Schwemmland liegt dick gepackt der Bundsandstein über Zechstein mit Salzlagern in großer Tiefe. Die Schicht des unter dem Basalt des Habichtwald liegenden Oberen Bundsandsteines setzt sich bis unter das unmittelbare Fuldabett fort. Im Bereich von Kratzenberg und Weinberg kommt in einer so genannten "Geologischen Störung" Muschelkalk zutage.

Das Klima

Auch durch ein mildes Klima ist das Kasseler Becken begünstigt. Mit einer mittleren Jahreswärme von 8,5 Grad C. ist es das wärmste Gebiet im hessischen Berglande. Dagegen sind Regenmengen geringer als auf den umgebenden Waldhöhen. Das Becken liegt im Wind- und Regenschatten des Habichtswaldes. Das Kasseler Becken ist wegen seiner Fruchtbarkeit dicht besiedelt. In seinem Mittelpunkt liegt die Hauptstadt unseres nördlichen Teils des Hessenlandes, umgeben von zahlreichen Dörfern.

Die Anbindung

Heute durchziehen etliche wichtige Verkehrswege das Becken. Dies ist die Autobahn A7 im Osten, die vom Norden dem sogenannten Sandershäuser Berg herab führt und mit dem Herkulesblick auf Kassel aufmerksam macht; wie auch die Autobahn A49 in der Mitte und am Südwestrand bei der Knallhütte das Becken verlassend; dann die Autobahn A44, von Wilhelmshöhe kommend, am Südrand bis zur A7 verlaufend und dort mit dieser im Kasseler Kreuz nahe Autobahnrasthaus Kassel verbunden.

Zuflüsse

Im "Becken" nimmt die Fulda auch noch eine ganze Anzahl Zuflüsse auf. Vom Kaufunger Wald kommen Losse und Nieste; vom Habichtswald eilen Drusel (ab Frankfurter Straße durch die Karlsaue dann Kleine Fulda) und Ahne in schnellem Lauf zur Fulda hin. Bei Wolfsanger verlässt die Fulda das Kasseler Becken. In einer tief eingewaschenen Rinne, die ebenfalls durch zahlreiche Windungen und Schleifen ausgezeichnet ist, durchbricht sie die nördlichen Bundsandsteinhöhen. Bei Münden vereinigt sie sich dann mit der Werra.[2]

Geschichte

Eintrag im Heimat-Volkslesebuch

Zu dem Kasseler Becken soll nun, wie in dem schon in anderen Einträgen zu Kassel - s. a. Rathaus Kassel - zitierten "Heimat-Volkslesebuch" von 1929 steht, der dort zu lesende Text im Folgenden bis auf einige Änderungen und hinzugefügte Gliederungspunkte wiedergegeben werden:

Bei Grifte nimmt die Fulda die Eder auf. (Zusatz: die zuvor die Schwalm aufnahm). Dadurch ist sie nun zu einem stattlichen Flusse geworden, der unterhalb von Guntershausen in schlangenförmig gewundenem Lauf in das Kasseler Becken eintritt. Dies weite Talgebiet der Fulda, das nach der darin liegenden Stadt benannt ist, wird ringsum durch waldreiche Gebirge abgeschlossen. Im Westen ist das Becken vom Steilhang des Habichtswald es im Osten von der Söhre und dem Kaufunger Wald und im Norden von den Ausläufern des Reinhardswaldes umrahmt. Ungefähr mitten durch das Becken fließt die Fulda fast ohne Gefälle.

Zusatz: Im Bereich der Karlsaue kommt sie dem bebautem "Höhenrücken" sehr nahe, der von Westen vom Fuße des Habichtswald her, beziehungsweise Wilhelmshöhe und Harleshausen leicht wellenförmig ziehend in das Becken hinein ragt und dessen Ostrand man wegen seiner prägnanten "Absturzartigkeit" auch "Klippe" nennen kann; also den Teil der Stadt Kassel, der im Bereich Stadthalle und "Hauptbahnhof", hin bis zum Weinberg und dem Standplatz des einstigen Landgrafenschlosses reicht, etwa wo heute das Staatstheater Kassel steht. Ursprünglich war es ja auch so, dass die Fulda sich bei ihrem "Ansturm auf dieses Hindernis" teilte und dort wo heute die Karlsaue ist, eine quasi Insel bildete und umschloss.

Wirtschaft

Entwicklungen aus dem Becken für die Welt

Eine der modernsten Kasseler Bahn-Technik-Entwicklungen - schon lange vor der Zeit von Bombardier, der Transrapid wurde vermutlich noch in "Henschelaner-Köpfen" erdacht und in den "Nachfolgefirmen" sogar zur Produktionsreife entwickelt; aber außer einer Versuchsstrecke in Norddeutschland gibt es in Deutschland keine Fahrstrecke. Aber es gibt einen wichtigen "Welterfolg", nämlich in China wurde eine größere Städteverbindungs-Strecke in Betrieb genommen und weitere sind wohl geplant. Deutschland wartet noch auf eine solche "Magnetbahn-Betriebsstrecke"; im Gespräch ist München-DB-Hauptbahnhof zum Flughafen-München.

Die heute moderne Bahn (Neubau um 1990), also "die Schnellbahnstrecke des ICE" durchschneidet im Südwesten das Kasseler Becken und verlässt dieses nach Süden in Richtung Fulda hinter Zwehren in einem Tunnel. Dieser endet südlich von Dittershausen, nur eine Fuldaschleife entfernt von dem damals (s.o. 1929; Zerstörung im 2.Weltkrieg vor 1945) noch intaktem Viadukt mit dreizehn Rundbögen, um dann nach kurzer Fuldaüberquerung erneut im Tunnel zu verschwinden. Nördlich von Guxhagen ist der ICE dann nur kurz auf freier Strecke zu sehen, bevor wieder ein Tunnel folgt.

Allerdings fährt diese Hochleistungsbahn der heutigen Aktiengesellschaft "Deutsche Bahn" - die nur Personen befördert, mit ca. 300 Std/km "Fahrleistung" - nicht den Hauptbahnhof an; auf ihrem "Weg" von Göttingen fährt sie daran vorbei und hält nur im Bahnhof Wilhelmshöhe, dann geht es nach Süden wie vor beschrieben.

Situation für Arbeitnehmer

Kassel stellt auch heute noch dem Umland viele Arbeitsplätze zur Verfügung. Hierzu gehören wie früher etliche Behörden, auch Gewerbe und Handel. Aber auch immer noch ist Arbeitgeber "Die Bahn", mit ihren Bahnhöfen und sonstigen wichtigen Arbeitsstellen, weniger wohl heute im Hauptbahnhof. Wie früher auch noch die ehemalige Weltfirma "Henschel"; jedoch heute mit anderem Namen. Nun seit Beginn des dritten Jahrtausends und nach über 150 Jahren Lokbau, gehört das Kasseler Werk - neben vielen anderen - nun zu "Bombardier"; Bahnbaukonzern mit Hauptsitz in Kanada.

siehe auch

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. Erklärungen zur geografischen Lage Kassels auf vpb.de
  2. Eintrag zum Landkreis Kassel auf hessischpedia.de

Webllinks