Karl Steinhöfer

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Karl Friedrich Steinhöfer (* 1747; † 1829 in Kassel) war Brunneninspektor im Dienst der hessischen Kurfürsten.

Er schuf die schon bald nach ihm benannten Wasserfälle im Bergpark Wilhelmshöhe und war zuständig für das Leitungsnetz des Hofstaates, das es neben einem zweiten für die öffentlichen Brunnen zu unterhalten galt.

Steinhöfer verwirklichte, nachdem er die Schäden des Siebenjährigen Krieges an den Rohrleitungen der ursprünglich von Landgraf Karl angelegten Wasserspiele beseitigt hatte und für die Unterhaltung des Wassernetzes alles Notwendige tat, schließlich eigene gestalterische Ambitionen in einem Wasserfall. Ob eine technische Notwendigkeit der Ursprung war oder ob der Brunneninspektor eine Abwesenheit seines Fürsten, Wilhelm IX. zum Bau der Anlage nutzte, ist historisch umstritten. Letztere Möglichkeit scheint unwahrscheinlich angesichts der Tatsache, dass Steinhöfer zu diesem Zeitpunkt bereits Überziehungen seines Budgets zu erklären hatte.

Noch als 78-Jähriger nahm Steinhöfer den Umbau der großen Fontäne am Schlossteich in Angriff, ein weiteres Indiz seiner unermüdlichen Schaffenskraft. Gewerkschaften, die über die Einhaltung von Arbeitszeiten wachten, waren noch nicht auf dem Plan, und so gab es auch für den kurfürstlichen Brunneninspektor keinen Schichtdienst - er war immer im Dienst. Bis zum späten Abend im Hoftheater, denn auch die Überwachung der Wasserleitungen gehörten zu seinen Aufgaben. In der Ära Steinhöfer kam es nie zu einem Brand im Musentempel.

Das Grab Steinhöfers befindet sich auf dem alten Friedhof in Wilhelmshöhe.