Karl Herrmann

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Karl Herrmann (9. März 1882 - 11. Mai 1951) war ein SPD-Politiker und nach dem Zweiten Weltkrieg der erste Landrat im Altkreis Kassel.

In Helsa ist der "Landrat-Karl-Herrmann-Weg", in Niestetal die "Karl-Herrmann-Straße" nach ihm benannt worden.

Geschichte

Karl Herrmann war von Beruf Eisendreher und übernahm schon früh Funktionen im Deutschen Metallarbeiter-Verband.

Nach seinem Umzug nach Kassel im Jahre 1928 war er dort zunächst als Bezirkssekretär der SPD Kurhessen tätig. Im Jahre 1933 war Karl Herrmann erstmals im Konzentrationslager Breitenau interniert, später auch in den Lagern in Sachsenhausen und Oranienburg.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er von allen Abgeordneten des neu gewählten Kreistags im Altkreis Kassel zum Landrat gewählt. Der damalige Kreistags trat erstmals am 18.6.1946 zusammen. Von den 39 kreisangehörigen Gemeinden waren 19 durch Kriegsschäden betroffen. Es fehlten mehr als 2000 Wohnungen und etwa 3000 Menschen mussten untergebracht werden. Hinzu kamen etwa 9000 Flüchtlinge.

Nachdem Karl Herrmann 1948 zum Landrat wiedergewählt worden war, verstarb er während seiner zweiten Amtszeit am 11. Mai 1951.

Literatur

  • Wolfgang Köster, Landrat Karl Herrmann, in: Jahrbuch des Landkreises Kassel 2008, S. 154 ff.