Karl-Heinz Mihr

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Karl-Heinz Mihr

Karl-Heinz Mihr (IGM), Jahrgang 1935 aus Gudensberg, war langjähriger Vorsitzender des Betriebsrats im Volkswagen-Werk Kassel in Baunatal und im
Gesamtbetriebsrat der Volkswagenwerk AG.

Weiterhin gehörte er als Mitglied der SPD dem Europäischen Parlament an.

Aktiv war er auch nach seiner Zeit im Europäischen Parlament in den Gremien im Schwalm-Eder-Kreis und der SPD, der er 60 Jahre angehört.

1972 - 1992: Vorsitzender des Betriebsrats im VW-Werk Kassel / Baunatal

VOLKSWAGEN Werk Kassel / Baunatal
Foto: Günther Pöpperl
  • Von Mai 1972 bis 1992 war Karl-Heinz Mihr als Mitglied der IG-Metall Betriebsratsvorsitzender im VW-Werk Kassel / Baunatal.
  • Von November 1972 bis zum Juli 1993 war er als Vertreter der Arbeitnehmer auch Mitglied im Aufsichtsrat der Volkswagen AG.
  • Er gehörte zeitweilig dem Landesvorstand der hessischen SPD an und war von Januar 1981 bis Juli 1994 Mitglied des Europäischen Parlaments.

MdEP

Als Mitglied des Europäischen Parlaments (MdEP) war Mihr maßgeblich beteiligt an dem Bericht im Namen des Ausschusses für Wirtschaft und Währung über die Genossenschaftsbewegung in der Europäischen Gemeinschaft (Europäisches Parlament, Sitzungsdokumente 1982-1983, Dokument 1-849/82, 15. November 1982).

Betriebsratsarbeit

Betriebsversammlung im Februar 1981 (Foto: Rudolf Stassek)
Der Betriebsausschuß des Betriebsrats unter Vorsitz von Karl-Heinz Mihr (Abbildung aus dem Jahr 1990)
Buch von Karl-Heinz Mihr, erschienen im Wartenberg Verlag GmbH Gudensberg 1996,
ISBN 3-86134-353-3

Foto rechts: Betriebsversammlung im Februar 1981 (VW-Werk Kassel/ Baunatal): Leitung der Versammlung Betriebsrat-Vorsitzender Karl-Heinz Mihr. (v.l.: Hubert Biehler, Werkleiter Kassel, Heinz Oskar Vetter, DGB-Vorsitzender und Karl-Heinz Briam- Arbeitsdirektor VW-AG sowie Franz Kutsche, Personalleiter Werk-Kassel)

Zusammensetzung des Betriebsrat erstmals unter dem Betriebsrat-Vorsitzenden Karl-Heinz Mihr
nach den Wahlen der Belegschaft 1972
Zusammenstellung u. Foto: Günther Pöpperl

Als Vorsitzender des Betriebsrats hatte Karl-Heinz Mihr aus Gudensberg großen Anteil an den Standortüberlegungen der Erweiterung des Industriegebietes gegenüber dem VW-Werk Baunatal, dem heutigen OTC. Er war es, der aktiv mit seinen Kollegen und den politisch Verantwortlichen in Baunatal und der Landesregierung sowie dem Leiter des Ersatzteillagers die Initiativen zur Umsetzung wahrnahm.

Die Wunschvorstellung des Betriebsrats, das VW-Werk Kassel/ Baunatal durch ein Ersatzteile-Zentrum auf der anderen Seite der A 49 auszuweiten, bestand schon lange vor der Grundsteinlegung am 21. November 1991.

Dem Betriebsratsvorsitzenden und Aufsichtratsmitglied Karl-Heinz Mihr fiel dabei die Rolle des Vermittlers und Lobbyisten für den Kasseler Standort zu. Diese Aufgabe war für ihn wie zugeschnitten, da sein Ziel immer darin bestand, bestehende Arbeitsplätze zu sichern und den VW-Standort in Baunatal für die Region Nordhessen zu erhalten.

Karl-Heinz Mihr ist es gelungen, VW-Vorstand und Vertriebschef von dem Konzept des Betriebsrat, der Werkleitung und der Stadt Baunatal zu Überzeugen.

  • Am 21.November 1991 erfolgte die Grundsteinlegung auf der anderen Seite der A 49,
  • durch den Bau zusätzlicher Hallen wurde ein modernes Logistik-Zentrum angesiedelt,
  • daraus entstand das heutige OTC – die größte Logistik-Anlage Europas.

Ein weiteres wichtiges Anliegen war für Mihr die Zusammenarbeit der Betriebsräte in den europäischen Konzernen und die Errichtung eines „europäischen Konzernbetriebsrat" bei VW.

Veröffentlichungen

Von Karl-Heinz Mihr sind einige Veröffentlichungen erschienen, darunter die Bücher „Gemeinsamkeit war unsere Stärke - Erinnerungen zur Geschichte des Volkswagenwerkes Baunatal“ (1996) und „Solidarität gegen Globalisierung – Erfahrungen eines Betriebsratsvorsitzenden“ (2001) sowie der Bericht im Namen des Ausschusses für Wirtschaft und Währung über die Genossenschaftsbewegung in der Europäischen Gemeinschaft (Europäisches Parlament, Sitzungsdokumente 1982-1983, Dokument 1-849/82, 15. November 1982).

Seine Schlussfolgerung in seinem Buch „Solidarität gegen Globalisierung“ fällt eindeutig aus: Mihr setzt sich für eine europäische und weltweite Zusammenarbeit der Arbeitnehmervertretungen und Gewerkschaften ein, da nach seiner Auffassung letztlich nur auf diese Art und Weise Management-Entscheidungen ohne Rücksicht auf die Belange der Belegschaften verhindert werden können.




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