Kaiser Heinrich II.

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Seitenansicht der Stiftskirche in Oberkaufungen

Kaiser Heinrich II. (* 6. Mai 973 (nach anderen Quellen: 978); † 13. Juli 1024) war seit 1002 König des Ostfrankenreichs (Regnum Teutonicorum) und in den Jahren 1014 bis 1024 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.

Er war mit Kunigunde von Luxemburg verheiratet. Da die Ehe kinderlos blieb, war Heinrich II. der letzte Kaiser aus dem Geschlecht der Ottonen.

Am 14. Februar 1014 krönte ihn Benedikt VIII. im Petersdom in Rom zum Kaiser und seine Gattin zur Kaiserin.

Nach seinem Tode wurde Heinrich II. im Jahre 1146 von Papst Eugen III. heilig gesprochen.

Stift Kaufungen

Tafel an der Stiftskirche

Geschichte

Als Stiftung des Kaisers Heinrich II. und seiner Gemahlin, Kaiserin Kunigunde wurde sowohl das Kloster der Benediktinerinnen als auch die Stiftskirche "Zum Heiligen Kreuz" in Oberkaufungen in den Jahren 1018 bis 1025 errichtet.

Kaiserin Kunigunde hatte das Kloster in Kaufungen gestiftet, nachdem sie ein Gelübde abgelegt hatte: bei einem Besuch der Kaufunger Pfalz war sie erkrankt und rang mit dem Leben. Sollte sie jemals wieder genesen, so gelobte die fromme Frau, so würde sie an dieser Stelle ein Kloster stiften.

Bereits ein Jahr später, 1018, wurde mit dem Bau der Klosterkirche begonnen. 1025 ist die Stiftskirche des Heiligen Kreuzes schließlich geweiht worden.

Seit der Übergabe des Stiftes an die Althessische Ritterschaft im Jahr 1532 pflegt das Ritterschaftliche Stift Kaufungen die religiöse Tradition dieser Stätte.

Zeittafel

  • 1008-1011: König Heinrich II. verlegt den königlichen Haupthof von Kassel nach Kaufungen.
  • 1017: Kunigunde gründet das Benediktinerinnen-Kloster im Königshof.
  • 1019: Baubeginn der Klosterkirche des Heiligen Kreuzes (Stiftskirche).
  • 1024: Kaisers Heinrich II. stirbt in der Pfalz Grona bei Göttingen.
  • 1025: Die Kirche des Heiligen Kreuzes wird geweiht; Kaiserin Kunigunde tritt als Nonne in das Kloster ein.
  • 1033: Kaiserin Kunigunde stirbt in Kaufungen.
  • ca. 1175: Nach schweren Schäden wird die Stiftskirche restauriert.
  • 13. Jh.: Nach erneuten Schäden wird die Stiftskirche zu einer gotischen Hallenkirche umgebaut.
  • Ende des 13. Jh.: Übergang der Vogtrechte an die hessischen Landgrafen. Das Kloster wird in ein Kanonissenstift ohne Ordensgelübde umgewandelt.
  • 1527: Aufhebung des Kaufunger Stiftes durch Landgraf Philipp I. den Großmütigen.
  • 1532: Übergabe des Stiftes an die Althessische Ritterschaft.

siehe auch

Stift Kaufungen - Ansicht

Weblinks