KSV Hedemünden

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Am 14. April 1931 trafen sich in Hedemünden 25 Männer um den Schützenverein KSV Hedemünden zu gründen.

Geschichte

Bereits seit vielen Jahrhunderten hatten die Hedemündener auf der Wiese an der Gertenbacher Straße ihre Treffsicherheit unter Beweis gestellt. Zunächst als Bürgerwehr organisiert, waren die Männer des Dorfes sogar verpflichtet, auf eigene Kosten ein Gewehr zu kaufen und dieses stets in Schuss zu halten. Die Einsatzbereitschaft wurde auf regelmäßig stattfindenden, öffentlichen Schießübungen überprüft. Auf unbegründetes Fehlen stand sogar eine Geldstrafe. Dies ist der Ursprung der großen Schützenfeste im Dorf mit ihren prächtigen Umzügen.

Der eigentliche Anlass für die Gründung des Vereins war ein polizeiliches Verbot. Zu gefährlich war den Behörden das Schießen an der Bahnstrecke geworden, bei dem ein Posten auf den Gleisen dafür sorgte, dass kein Bahnpassagier versehentlich erschossen wurde.

Die erste Aufgabe der Vereinsmitglieder war es daher, einen gesicherten Schießstand und das Schützenhaus zu bauen. Letzteres wurde 1932 eingeweiht, woraufhin das traditionelle Schützenwesen in Hedemünden fortgesetzt werden konnte.

Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden sämtliche Schützenvereine durch die Militärregierung verboten und deren Waffen beschlagnahmt. Es dauerte acht Jahre, bis sich 1953 einige Schützen zusammenfanden, um den Verein wieder ins Leben zu rufen.

Da das Schützenhaus inzwischen von einer dort untergebrachten Familie bewohnt war, behalf man sich am Anfang mit dem Kinosaal der „Traube”. Über die Stuhlreihen hinweg wurde hier mit dem Luftgewehr auf Scheiben geschossen. Es war ein mühsamer Neuanfang. Erst in den 1980er-Jahren konnte, zusammmen mit der Kyffhäuser Kameradschaft, das Vereinsgelände am Bahndamm wieder in seiner ursprünglichen Funktion genutzt werden.

Seitdem aber ist der KSV Hedemünden wieder ein fester Bestandteil der Dorfgemeinschaft. Für die Volkschützenkönige wurden 2006 große Ehrenscheiben gestiftet; beim Tag des Denkmals beteiligte sich der Verein mit dem Verkauf von Pfeil und Bogen im Römerlager.

siehe auch

Weblinks und Quellen

  • Hedemünden
  • Quelle: Artikel aus der Mündener Allgemeinen vom 27. September 2006