Königsquelle

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Die Königsquelle in Bad Wildungen wurde von Dr. Carl Rörig wieder entdeckt.

Das historische Quellhaus wurde zur Landesgartenschau im Jahre 2006 renoviert.

Geschichte

Carl Rörig

Der Entdecker der Königsquelle, Dr. Carl Rörig war nicht nur Mediziner sondern galt als vielseitig interessierter Mensch. Er hinterließ als Erbe rund 40 Schriften aus verschiedenen Wissensgebieten von der Medizin bis zur Heimatgeschichte. Von 1880 bis Ende 1885 war er Bürgermeister seiner Heimatstadt Bad Wildungen.

Daneben sollte eine Entdeckung im Jahr 1869 das Leben des Dr. Carl Rörig entscheidend mit beeinflussen. Er schrieb seinerzeit nieder: Am 18. April 1869 hatte ich das Glück ..., an einem sonnigen Nachmittage in dem von meinen Großvater ererbten Eigentume im Nordosten der Stadt Kohlensäurebläschen aufsteigen zu sehen. Schon am nächsten Morgen ließ ich dort schürfen und fand bei drei Meter Tiefe nicht allein den Quellpunkt, sondern auch die alte Brunnenfassung.

Er hatte die Königsquelle wieder entdeckt, deren Weiterentwicklung er sich fortan intensiv widmete. Er ließ die Quelle neu fassen und einen Park anlegen, baute eine Trinkhalle, eine Kolonnade mit Kaffeehäuschen, ein Badehaus mit Dampfbad. In den Folgejahren verfasste er 13 Broschüren, die sich auf die physiologische und therapeutische Wirkung der Königsquelle bezogen. 1898 erbaute er als 71-Jähriger ein Sanatorium für Nieren-, Blasen-, Stein- und Grießkranke mit 40 Zimmern.

1906 übertrug Carl Rörig die Anlage an die Bad Wildunger Heilquellen AG, der Vorgängerorganisation des späteren Staatsbades. Das alte Sanatorium Königsquelle fristete lange ein Stiefmütterchendasein, bis es im Rahmen der Vorbereitungen zur 3. Hessischen Landesgartenschau 2006 abgerissen wurde.

siehe auch