Königsplatz

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Kassel koenigsplatz august 2009.jpg


Der Königsplatz liegt im Zentrum von Kassel und gehört zum Stadtteil Mitte.

Von ihm gehen folgende Straßen aus: Obere Königsstraße, Kölnische Straße, Poststraße, Untere Königsstraße, An der Garnisonkirche und Untere Karlsstraße.

Geschichte

Der Königsplatz wurde bereits im 18.Jahrhundert von Simon Louis du Ry angelegt.

Seinen Namen hat er - wie Königstor und Königsstraße - von dem hessischen Landgrafen Friedrich von Hessen-Kassel (* 1676 Kassel - + 1751 Stockholm), der seit 1720 als Friedrich I. König von Schweden war.

Aus der Geschichte

Der Königsplatz bildete ein genial konzipiertes Gelenk zwischen Oberneustadt und historischer Kernstadt. Seine Randbebauung war bis in die Einzelheiten aufeinander abgestimmt. Das gemusterte Pflaster der Platzfläche bestand aus allen in Hessen vorkommenden Gesteinsarten, und den Mittelpunkt markierte bis 1810 ein Obelisk. Für die Planungen war im Hofbauamt vermutlich Simon Louis du Ry verantwortlich.

Der Königsplatz in Kassel - Historische Ansicht

Die Größe des Platzes umging den schwierigen Baugrund eines Festungs-Ravelins, und die Kreisform verband die Königsstraße der Oberneustadt mit der Neue-Tor-Straße der Kernstadt (An der Garnisonkirche). Diese wurde sogar zur Hauptachse des Platzes aufgewertet, indem an ihr anderes Ende, ungefähr an der heutigen Spohrstraße, das Kölnische Tor gelegt wurde: Der Platz bildete damit ein wichtiges Entrée in die Stadt.

Im Osten wurde diese Achse beidseitig von zwei symmetrischen Gebäuden flankiert, den sog. Hallen. Sie wurden in erster Linie an Gewerbetreibende vermietet und boten dem Ankommenden ein einheitliches, harmonisches Bild, über dem sich die Türme der Kernstadt erhoben. Die Dächer fielen einseitig zur Rückfront hin ab; so endigten die Hallen genau mit der Trauflinie der Garnisonkirche und traten aus Richtung der Obersten Gasse nicht als hoher Riegel in Erscheinung. Wegen des schlechten Baugrunds waren sie nur als verblendete und verputzte Fachwerkbauten errichtet. Die Ansicht zeigt bereits den Zustand nach Umbauten aus der Zeit des Königreichs Westphalen (1807–1813), als man etwa die Laubengänge im Erdgeschoss schloss und auch das Posthaus (links) veränderte.

Das Posthaus und das Palais Hessen-Rotenburg rahmten die Hallen beidseitig ein. Diese höheren Baukomplexe verliehen dem Platz seitlichen Halt und standen sich in Geschosseinteilung und Fassadengliederung als Gegenpole gegenüber; die übrigen Baublöcke vermittelten geschickt zwischen ihnen, indem etwa die Hallen ihre Mittelbetonung vom Postgebäude übernahmen, ihre Geschosseinteilung hingegen vom Palais (zwei Vollgeschosse, ein Halbgeschoss); vgl. dagegen Station 6 und 9 zur Westseite des Platzes.

Blick aus dem Eckhaus Königsplatz 42 zur Oberen Königsstraße und Kölnischen Straße, um 1898–1905. Die Ansicht zeigt die einstigen Proportionen des Platzes, auch wenn der Baumring der 1880er Jahre bereits den Blick auf die Randbebauung einschränkt. Den Obelisken in der Platzmitte hatte König Jérôme 1810 durch einen runden Brunnen mit einer marmornen Napoleon-Statue ersetzen lassen; der Kaiser war in antiker Tracht dargestellt, und bald kursierte in Kassel der Spottvers: Zu Kassel auf dem Zaitenstock, / Ohne Hemd und ohne Rock, / Ohne Schuh‘ und ohne Hosen, / Steht der Kaiser der Franzosen.

Die Hallen waren um 1772/73 errichtet worden; im Inneren enthielten sie einzelne, an Gängen gelegene „Boutiquen“, in der rechten, „Zweiten“ Halle war anfangs außerdem eine Seidenfabrik untergebracht. Als Mieter sind 1778 beispielsweise ein Glashändler, ein Schreiner, ein Kaufmann für Galanterie-Waren, eine Putzmacherin, und ein „Billardeur“ bezeugt, der ein Pariser Caféhaus betrieb, später unter anderem ein Perückenmacher, ein Bäcker, ein Konditor, ein Kronleuchtermacher, ein Juwelier, ein Glasschneider, ein Strumpffabrikant, ein Töpfer, ein Tanzmeister, ein Mundkoch und ein Schenkwirt. Während die Erste Halle 1829 abgebrochen wurde, blieb die Zweite Halle noch bis 1886 bestehen. 1848 hatte die Kasseler Bürgergarde darin ihr Wachlokal, Ludwig Mohr betrieb dort einen Laden mit optischen Instrumenten, Julius Braun ein Porzellangeschäft, und die populäre „Dippenmüllerin“ verkaufte dort bis 1886 in einem zugigen Gang ihre Waren.

Die Zweite Halle diente zeitweise auch zu Schulzwecken: So richtete Landgraf Wilhelm IX. 1791 insgesamt sechs Freischulen in Kassel, d.h. dass für ihren Besuch kein Schulgeld erhoben wurde. Die sechs Schulen waren nach Geschlechtern getrennt, drei für Jungen und drei für Mädchen, wobei einige Schulen in der Zweiten Halle, andere im Waisenhaus in der Unterneustadt eingerichtet wurde. Sie nahmen insgesamt 600 Kinder auf. Während der Französischen Fremdherrschaft versuchte der Staat allerdings, die kostenträchtige Unterhaltung der Freischulen auf die Stadt Kassel abzuwälzen. Zudem wurden die unteren Klassen des Lyceums als Bürgerschule abgetrennt, in der Zweiten Halle untergebracht, erweitert und in drei Zweige aufgeteilt: Vorbereitungsschule, Bürgerschule und Realschule. 1823 wurde diese Schule endgültig auch von der Aufsicht des Lyceums gelöst. Ein 1836 geplanter Neubau als Schulhaus scheiterte, und erst 1844 konnte ein modernes städtisches Schulgebäude an der Hedwigstraße bezogen werden (derzeit noch Standort des Stadtbads Mitte).

1836 hatte die Stadt Kassel auch einen Rathausneubau an der Stelle der Zweiten Halle erwogen, doch wurde dieser Plan 1838 durch die kurfürstliche Regierung abgelehnt: Das Rathaus der Residenzstadt erfordere eine besondere, sich aus der Umgebung abhebende Bauweise, doch genau dies sei am Königsplatz nicht möglich, ohne das Bausystem des ganzen Platzes zu stören. – Dreißig Jahre später spielten derart umsichtige Gedanken jedoch keine Rolle mehr: An die Stelle der Zweiten Halle trat nach 1886 das etwa doppelt so hohe Geschäftshaus des Kaufmanns Scholl, das die Garnisonkirche vollständig verdeckte und mit seinen Dimensionen und Stilformen die Proportionen des Platzes sprengte.

Der Königsplatz 1833

Schon 1883, als Eugen Kegel den Königsplatz wohl vom Balkon der heutigen Commerzbank fotografierte, herrschte auf dem Platz das „dollste“ Marktleben. Dort, wo heute der City-Point steht, stand seinerzeit die Hauptpost. Sie wurde 1882 eingeweiht. Zu jener Zeit reiste man auch noch mit der Post, weshalb rund um den Königsplatz viele Hotels betrieben wurden. Erstes Haus am Platze war das Hotel König von Preußen, von dem man einen Teil links neben der Hauptpost sieht. Die Hotels am Königsplatz florierten bis zum 1. Weltkrieg. Danach wurde das Reisen mit der Bahn populärer, und Kasseler Hotels gruppierten sich nun nahe dem Hauptbahnhof.

Königsplatz um 1833
... um 1914

Posthaus am Königsplatz

Das Posthaus am Königsplatz war der zentrale Abfahrts- und Ankunftsort für die Postkutschen, welche regelmäßig auf festgelegten Routen verkehrten. Hinzu kamen Kuriere, Stafetten und Eilwagen, die eigens in Auftrag gegeben werden konnten. Briefe und Pakete wurden im Postamt aufgegeben und abgeholt, Reisende langten mit den Postkutschen oder Eilwagen in Kassel an oder fuhren von hier ab. So enthielt das Gebäude neben dem hessischen Oberpostamt und den Dienstwohnungen der Beamten auch einen Gasthof.

Blick aus dem Gebäude Königsplatz 34 auf das Posthaus (Königsplatz 61), vor 1878
Die abgebildeten Mietshäuser ersetzten in den Jahren 1829/30 die sog. Erste Halle und die angrenzenden Postställe in der Unteren Königsstraße. Die ersten Eigentümer der Neubauten waren 1830 (von rechts nach links): der Schneidermeister Anton Hanusch (Nr. 38 und Nr. 40), der wenige Jahre später auch zwei große Häuser am Ständeplatz bauen ließ, der Tapezierer Joachim Thoele (die Eckhäuser Nr. 42 und Nr. 46) sowie der Maurermeister Jacob Losch (Nr. 44). Die fünf Gebäude waren als einheitliche Baugruppe gestaltet, um die Geschlossenheit des Baublocks weiterhin zu gewährleisten. (Photographie: Carl Machmar, Ausschnitt)

Zu seinen prominentesten Gästen zählt Johann Wolfgang von Goethe, der hier insgesamt viermal „bey Mad. Goullon“ einkehrte: in den Jahren 1779, 1783, 1792 und 1801. Rechts war der Abfahrts- und Aufgabebereich, links der Ankunfts- und Abholungsbereich. Die Remisen und Stallungen lagen bis 1825/29 in der Unteren Königsstraße und wurden danach in die Nebenflügel verlagert.

Über seine Ankunft 1792 in Kassel, auf der Rückreise aus der Champagne, schrieb Goethe:

„Wie düster aber auch in der letzten und schwärzesten aller Nächte meine Gedanken mochten gewesen sein, so wurden sie auf einmal wieder aufgehellt, als ich in das mit hundert und aberhundert Lampen erleuchtete Cassel hineinfuhr. Bei diesem Anblick entwickelten sich vor meiner Seele alle Vortheile eines bürgerlich städtischen Zusammenseins, die Wohlhäbigkeit eines jeden Einzelnen in seiner von innen erleuchteten Wohnung, und die behaglichen Anstalten zur Aufnahme der Fremden. Diese Heiterkeit jedoch ward mir für einige Zeit gestört, als ich auf dem prächtigen tageshellen Königsplatze an dem wohlbekannten Gasthofe anfuhr; der anmeldende Diener kehrte zurück mit der Erklärung: es sei kein Platz zu finden. Als ich nicht weichen wollte, trat ein Kellner sehr höflich an den Schlag [der Postkutsche] und bat in schönen französischen Phrasen um Entschuldigung, da es nicht möglich sei, mich aufzunehmen. Ich erwiderte darauf in gutem Deutsch: wie ich mich wundern müsse, daß in einem so großen Gebäude, dessen Raum ich gar wohl kenne, einem Fremden in der Nacht die Aufnahme verweigert werden wolle. Sie sind ein Deutscher, rief er aus, das ist ein anderes! und sogleich ließ er den Postillon in das Hoftor hineinfahren.“

Tatsächlich erschütterte zu jener Zeit die Französische Revolution Europa. – Die helle Beleuchtung der Kasseler Straßen und Plätze war ein Verdienst Landgraf Friedrichs II., der Straßenlaternen an allen neu angelegten Verkehrsflächen und schrittweise auch an den älteren Straßen und Gassen aufstellen ließ.

Das 1771/72 errichtete Postgebäude löste das bisherige Posthaus Hohentorstraße 19 ab (nördlich der Martinskirche gelegen), das 1775 wieder in Privathand verkauft wurde. Der Neubau am Königsplatz war wegen des schlechten Baugrunds in Fachwerk errichtet, verblendet und verputzt. Ursprünglich war er wesentlich aufwändiger gestaltet und verfügte auch über einen Balkon in der Mitte, bis in der Zeit des Königreichs Westphalen (1807–1813) eine durchgreifende Vereinfachung der Fassade erfolgte. Den niedrigeren Seitenflügel an der Unteren Königsstraße ersetzte man 1831 durch einen Neubau.

Die Photographie lässt gut die ursprünglichen Proportionen und die Weite des Platzes erkennen. Vergleicht man am linken Bildrand das Palais von Schlieffen, so wird auch die Höhenstaffelung der Gebäude deutlich, welche dem natürlichen Gefälle des Platzes folgte – umso mehr, wenn man bedenkt, dass am rechten Bildrand das einstige Hallengebäude nur knapp bis zu den Fensterstürzen im 2. Obergeschoss des 1829/30 errichteten Neubaus reichte.

Für die feinen Proportionen der Randbebauung hatte man um 1878 jedoch kein Empfinden mehr, als man das Posthaus durch einen fast doppelt so hohen Neubau ersetzte, dessen Fassade aus Sandstein und rotem Backstein zudem die einheitlichen Putzfronten des Platzes durchbrach.

Dampfstraßenbahn nach Wilhelmshöhe

Blick aus dem Haus Königsplatz 36 auf die Baugruppe Königsplatz 57–59, vor 1898
Die beiden Häuser zwischen Kölnischer Straße und Poststraße wurden um 1770 für den Major Consens (Nr. 57) und den Staatsminister und Generallieutenant Martin Ernst von Schlieffen (Nr. 59) errichtet.

Auf dem Platz erkennt im Markttreiben einen Zug der Dampfstraßenbahn, die seit 1877 zwischen Königsplatz und Wilhelmshöhe verkehrte. Ihr Initiator war Georg Wigand gewesen, der eine Buchhandlung im Haus Königsplatz 55 betrieb.

Bereits während der großen Industrie- und Gewerbeausstellung, die 1870 in Kassel stattfand, hatte er zwischen Königsplatz und Wilhelmshöhe einen Pferde-Omnibus organisiert, ebenso zwischen Königsplatz und Ausstellungsgelände (Orangerie und heutige Hessenkampfbahn). Er regte zudem den Bau eines Pensionshauses an der heutigen Wigandstraße an (1873 eröffnet) und gewann schließlich englische Förderer und Planer für die Einrichtung der Dampfstraßenbahn, die 1877 ihren Betrieb aufnahm und den Wilhelmshöher Park samt Villenkolonie und Pensionshaus an die Stadt Kassel anband.

In seiner Verlagsbuchhandlung gab Wigand ein „Casseler Tramway-Spiel“ und 1878 auch ein „Spaziergänger-Spiel“ heraus.

Speckkuchenduft und Neubau Neckermann

"Speckkuchenduft über dem Königsplatz: Insel der Romantik im flutenden Verkehr" lautete die HN-Schlagzeile am 15. Juni 1952 über Probleme mit dem Wochenmarkt.

... ca. Mitte der 70er Jahre

Die einen wollen, daß alles bleibt, wie es ist (immerhin kommen noch 150 Kötzenfrauen auf den Markt!), andere träumen von einer Markthalle, und Stadtrat Dr. Karl Branner denkt über den Markt auf dem Entenanger nach - nur Obst und Blumen sollen auf dem Königsplatz bleiben. Der Grund für die Diskussion ? Natürlich der Autoverkehr rund um den Platz, der sich durch das muntere Treiben schlicht gestört fühlt. ...

Trotz des eiskalten Winters 1963 wurde an einer wichtigen Großbaustelle in Kassel weitergearbeitet, man betonierte schlicht unter Zeltplanen: Die letzte Baulücke am Königsplatz, dort, wo früher die Alte Hauptpost stand, wurde vom Deutschen Lloyd mit einem betont modernen Stahlbeton-Zweckbau der Berliner Architekten Schwebes und Schloßberger geschlossen - nachdem zuvor 12 000 Kubikmeter Trümmerschutt beseitigt worden waren.

Am 8. Mai eröffnete die Neckermann KG eines ihrer schönsten und größten Kaufhäuser. 10 000 Quadratmeter Verkaufsfläche waren dort entstanden, 700 Menschen fanden in den 30 Verkaufsabteilungen sowie der Verwaltung Arbeit. Und im autofreundlichen Kassel besonders begrüßt wurde das Parkdeck mit 184 Plätzen.

Im Jahr 2010 kämpfen Arbeiter beim Neubau für das Modehaus Peek & Cloppenburg mit schlechtem Baugrund und aufsteigendem Grundwasser. Immer wieder bereitet der feuchte Boden Probleme bei Bauarbeiten. Das Wasser rührt aus der Drusel, die unter dem Königsplatz verläuft. Quelle für diese Erkenntnis ist eine Bauzeichnung des Architekten August Engel aus dem Jahr 1831.

Die schier unendliche Geschichte der Treppe

... ca. Mitte der 90er Jahre
... und 2005

Im Jahr 1993 hatte Georg Lewandowski unter anderem mit dem Versprechen, daß die Treppe fällt, die Oberbürgermeisterwahl gewonnen. Ende 1994 steht das meistgehaßte Bauwerk Kassels aber immer noch, und zwar fester denn je.

Der neue OB hatte zwar die versprochenen Sponsoren des kostenträchtigen Abrisses gefunden. Wenige Tage vor der für den 2. Mai geplanten Aktion attestierte jedoch das Landgericht Treppen-"Vater", Professor Gustav Lange, daß er ein Urheberrecht an dem von ihm neugestalteten Königsplatz habe, an der "Gebäudeskulptur" samt Baumreihen und Pflaster. Die Stadt dürfe den Platz nur verändern und die Treppe beseitigen, wenn der Hamburger Architekt zustimme.

Lange sagte immer wieder nein, weitere juristische Auseinandersetzungen brachten der Stadt nichts. Die Ereignisse vom Frühjahr `94 waren lediglich eines von vielen Kapiteln der schier unendlichen Geschichte der Treppe, die noch lange für Schlagzeilen sorgen sollte. Auch fünf Jahre danach stand das Kunstwerk, als das die Treppe formal gilt, felsenfest auf dem Königsplatz und war, milde ausgedrückt, keineswegs schöner geworden.

Erst am 27. August 2000 wurde in den Abendstunden die Treppe, Kassels umstrittenstes Bauobjekt, im Auftrag des damaligen Oberbürgermeisters abgerissen.

Der Königsplatz 'Heute'

Der Königsplatz im Zentrum von Kassel ist kreisrund.

Er ist Teil der Fußgängerzone und verbindet Obere und Untere Königsstraße.

In den letzten Jahrzehnten wurde er immer wieder neuen und umstrittenen gestalterischen Veränderungen unterworfen (Treppe, City-Point, Wasserspeier).

Von der Vorkriegsbebauung ist heute nur noch ein Gebäude erhalten. Wo heute das Citypointgebäude steht, befand sich vor der Zerstörung Kassels das Gebäude der Alten Hauptpost.

Strophe des Kasselliedes zum Königsplatz

Das Verhältnis der Kasseläner zu "ihrem Königsplatz" hat sich in Jahrhunderten nicht verändert. Bereits im Kassellied ("Wie Kassel noch en ahles Nest") lautet eine Strophe:

"Der ahle, scheene Keenigsplatz - wie wach der hibsch vor Zieten!-

Do dachte mer : 'schockschwere Not! Den lossen se in Frieden!'

Ich piff där was, es äß vorbie, nix Schlimmres kunnt's noch gäwen,

grad mitten uffem Keenigsplatz äß uch des dollste Läwen!' " ...

  • Text und Melodie: Gustav Weber (1896-1943)

siehe auch

Verlorene Stadt

Ausstellung: Verlorene Stadt

Stationen der Ausstellung "Verlorene Stadt"
Station 1: Haus Königsstraße 45 | Station 2: Lyceum Fridericianum, Am Friedrichsplatz 19-20 | Station 3: Das Palais der Landgrafen von Hessen Rotenburg um 1910 | Station 4: Der Königsplatz nach Nordosten 1820, ehem. Kaskade | Station 5: Brühlsches Haus um 1890 | Station 6: Obere Königsstraße und Kölnische Straße, um 1898–1905 | Station 7: Königsplatz 34 und Königsstraße 32, um 1905–1911 | Station 8: Die Baugruppe Nr. 38–46, um 1888–1890 | Station 9: Die Baugruppe Königsplatz 57–59, vor 1898 | Station 10: Das Posthaus am Königsplatz vor 1878


Weihnachtsmarkt auf dem Königsplatz

Fachleute meinen, der Kasseler Weihnachtsmarkt gehöre zu den schönsten und stimmungsvollsten in Deutschland. Wo sonst könnte auch ein richtiger Märchen-Weihnachtsmarkt stattfinden, wenn nicht hier, in der Hauptstadt der Brüder Grimm? Dutzende von Ständen auf dem Königsplatz und mindestens genau so viele auf dem Friedrichsplatz vermitteln märchenhaftes Flair in der weihnachtlich geschmückten und beleuchteten Stadt. Auf dem Königsplatz wird eine Märchenpyramide aufgebaut, die als die größte Deutschlands gilt. Das gefällt nicht nur den kleinen Gästen.

Weblinks