Königshagen

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Königshagen vom Mühlenberg aus gesehen

Königshagen ist ein Ortsteil der Gemeinde Edertal mit etwa 250 Einwohnern.

Geschichte

Im Jahre 1209 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt und feiert im Jahr 2009 sein 800-jähriges Bestehen.

Mitten im Dorf steht die Kirche, deren ältester Teil, der quadratische Turm aus Bruchsteinen spätmittelalterlich ist und wahrscheinlich aus dem 16. Jahrhundert stammt. Das rechteckige Kirchenschiff im Biedermeierstil trägt das Baujahr 1864/ 65.

Kirche

Ortsteile der Gemeinde Edertal

Ortsteile von Edertal
  • 1971: Am 1. Juli schließen sich die selbstständigen Gemeinden Bergheim und Giflitz zur Gemeinde Edertal - mit Verwaltungssitz in Giflitz - zusammen. Bereits drei Monate später tritt auch die Gemeinde Gellershausen bei.
  • 1972: Die bis dahin selbstständigen Gemeinden Affoldern, Anraff, Böhne, Bringhausen, Buhlen, Hemfurth-Edersee, Königshagen, Mehlen und Wellen treten der neu gegründeten Gemeinde bei und bilden die Großgemeinde Edertal.
  • 1974: Die bis dahin noch selbstständige Gemeinde Kleinern wird durch das Neugliederungsgesetz der Großgemeinde Edertal zugeordnet.

siehe auch

Wussten Sie schon ...

  • ...dass Königshagen im Jahr 2009 sein 800-jähriges Bestehen feiert? Der Edertaler Ortsteil wurde erstmals in einem Güterverzeichnis des Fritzlarer Petersstiftes erwähnt. Die Stiftsschule besaß in Königshagen zwei Lehnsgüter.
  • ...dass früher in Königshagen ein Adelsgeschlecht existierte? In einer Urkunde des Klosters Hardehausen aus dem Jahre 1295 wird eine Herrin von Cunyngeshagen (alte Schreibweise für Königshagen) erwähnt. Sie besaß eine Mühle an der Elbe jenseits des Langen Waldes.
  • ...dass Königshagen früher zusammen mit Wellen zu der kleinen, nicht selbständigen Grafschaft Bergheim gehörte? Regiert wurde diese Grafschaft von einer Seitenlinie des Waldecker Fürstenhauses. Ein entsprechender Vertrag des Jahres 1695 wurde 1710 im „Herrschaftlichen Vergleich“ von Fürst Friedrich Anton Ulrich bestätigt.
  • ...dass die Königshagener Untertanen der Bergheimer Grafen früher Hand- und Spanndienste in der Meierei und im gräflichen Garten leisten mussten? 21 Königshagener Köthner (Besitzer kleiner Häuser mit wenig Land) hatten vom 1. April bis zum 25. Juli und vom 1. Oktober bis zum 11. November einen Arbeitstag pro Woche im herrschaftlichen Garten zu arbeiten.
  • ...dass im Einwohnerverzeichnis für Deutschland im Jahr 1900 drei Dörfer mit dem Namen Königshagen aufgeführt sind? Heute trägt nur noch das Waldecker Dorf diesen Namen. Die beiden anderen in Ost- und Westpreußen gehören heute zu Polen.
  • ...dass der Königshagener Adelssitz am nördlichen Dorfrand in der Flur „Auf den Höfen“ zu vermuten ist? Dort treten beim Pflügen mittelalterliche Scherben zutage. Das Fundmaterial setzt um 1250 ein. In einer Steuerliste aus dem Jahr 1851 wird in diesem Bereich noch eine herrschaftliche Zehntscheune erwähnt.
  • ...dass aus jedem Haus in Königshagen neben anderen Abgaben jährlich ein Maihahn, ein Fastnachtshuhn und ein Rauchhuhn an die Herrschaft zu liefern war? Der Begriff Rauchhuhn ist von den Feuerstellen abgeleitet. Je Feuerstelle musste ein Rauchhuhn gegeben werden.
  • ...dass die Königshagener früher ebenso wie die Bergheimer und Wellener für das gräfliche Gericht in Bergheim so genannte „Gerichtsfuhren“ zu übernehmen und Wachen zu stellen hatten? Diese Verpflichtung ergab sich aus der Zugehörigkeit zur Grafschaft Bergheim. Diese stand unter der Oberhoheit des Fürstentums Waldeck.
  • ...dass vor dem Dreißigjährigen Krieg in Königshagen 32 Häuser existierten, unmittelbar nach dem Krieg nur noch zwölf? In einem Verzeichnis der zu leistenden Grundabgaben wurden nur noch acht Hofbesitzer aufgelistet. Die mündliche Überlieferung im Dorf berichtet von Plünderungen durch kriegerische Horden.
  • ...dass Königshagen früher zusammen mit Wellen zu der kleinen, nicht selbständigen Grafschaft Bergheim gehörte? Regiert wurde diese Grafschaft von einer Seitenlinie des Waldecker Fürstenhauses. Ein entsprechender Vertrag des Jahres 1695 wurde 1710 im „Herrschaftlichen Vergleich“ von Fürst Friedrich Anton Ulrich bestätigt.
  • ...dass Königshagen früher zusammen mit Wellen zu der kleinen, nicht selbständigen Grafschaft Bergheim gehörte? Regiert wurde diese Grafschaft von einer Seitenlinie des Waldecker Fürstenhauses. Ein entsprechender Vertrag des Jahres 1695 wurde 1710 im „Herrschaftlichen Vergleich“ von Fürst Friedrich Anton Ulrich bestätigt.
  • ...dass sich auch die Königshagener an den Unruhen in Bergheim im Revolutionsjahr 1848 beteiligten? Nachdem ihre wichtigste Forderung, die Gewehre zurückzuerhalten, erfüllt worden war, zogen sie wieder ab, während die Bergheimer den gräflichen Amtmann Lagrèze tätlich angriffen.
  • ...dass die Königshagener auch im Siebenjährigen Krieg (1756-1763) große Not litten? Von dem hin und her wogenden Kampfgeschehen war Königshagen mehrfach berührt. Durch Plünderungen und Zwangsablieferungen von Vieh und Feldfrüchten entstanden bittere Armut und Hungersnot. Ganze Dörfer mussten damals betteln gehen, so auch Königshagen.

Wolfgang Lübcke, Giflitz

Weblinks



Ortsteile der Gemeinde Edertal
EdertalerWappen 80.jpg

Affoldern| Anraff | Bergheim (Edertal)| Böhne | Bringhausen | Buhlen | Gellershausen | Giflitz | Hemfurth-Edersee | Kleinern | Königshagen | Mehlen | Wellen | Rehbach |