Julius Ludwig Rothweil

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Schloss Arolsen - Ansicht

Julius Ludwig Rothweil (1676 - 1750) war ein Baumeister zur Zeit des Barock.

Im Jahre 1701 erstmals als Ingenieur nachweisbar, führte er für verschiedene Landesherren wichtige Baumaßnahmen aus (unter anderem in Neuwied und Hanau), bevor er nach Arolsen berufen wurde.

Hier war er im Dienste von Friedrich Anton Ulrich für alle wichtigen Bauprojekte zuständig.

Leben und Werk

Zu seinem umfangreichen Werk gehört auch das Schloss der Fürsten von Waldeck-Pyrmont in Arolsen, das nach seinen Plänen zu Beginn des 18. Jahrhunderts im barocken Baustil (in den Jahren 1713 – 1728) errichtet wurde oder die Stadtkirche in Arolsen.

Arolsen war von 1655 bis 1918 Residenzstadt der Fürsten von Waldeck und Pyrmont, danach bis zum Jahre 1929 Hauptstadt des Freistaates Waldeck.

Rothweil war aber bei weitem nicht nur in Arolsen sondern auch in den Residenzstädten Biebrich, Hachenburg, Hanau, Neuwied und Weilburg tätig. Er war dort für die Planung und Durchführung von Schloßbauten verantwortlich, leitete aber auch deren innere und äußere Gestaltung.

Auch mit der Planung neuer Stadtanlagen oder mit dem Wiederaufbau ländlicher Kleinstädte und Dörfer wurde er beauftragt. Zu nennen ist in diesem Zusammenhang etwa der Wiederaufbau von Alt-Wildungen nach seinen Plänen nach einem Großbrand im Auftrag von Fürst Friedrich Anton Ulrich.

Literatur

  • Birgit Kümmel und Ulrich Schütte, Julius Ludwig Rothweil (1676-1750) und die Architektur kleinfürstlicher Residenzen im 18.Jahrhundert, 2005

siehe auch

Schloss Arolsen - Ansicht

Weblinks