Julie von Kästner

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Julie von Kästner (1852-1937) war Frauenrechtlerin und Verfechterin der Frauenbildung und des Frauenstudiums; sie gehörte 1919 zu den ersten sechs Frauen im Kasseler Parlament und legte den Grundstein für den Aufbau einer der Höheren Mädchenschule, später integriert in der heutigen Heinrich-Schütz-Schule.

Nach ihr wurde eine Straße im Gebiet Marbachshöhe benannt.

Geschichte

Nach dem Ersten Weltkrieg wurden am 19. Januar 1919 die Nationalversammlung, am 26. Januar 1919 der Preußische Landtag und am 2. März 1919 die Kasseler Stadtverordnetenversammlung gewählt. "Frauen Cassels, Ihr müßt wählen!" lautet hier die Parole der Frauenvereine.

Tatsächlich zogen sechs Frauen ins Kasseler Parlament ein, in dem - mit einem Wahlergebnis von 51,4 Prozent der Stimmen - die SPD die Mehrheit hatte. Auf der Wahlliste der SPD mit 72 Plätzen standen damals drei Frauen, von denen zwei in die Stadtverordnetenversammlung einzogen: Minna Bernst und Amalie Wündisch. Die „Bürgerlichen“ entsandten insgesamt vier Frauen: Elisabeth Consbruch (Deutschnationale Volkspartei), sowie Elisabeth Ganslandt, Johanna Waescher und Julie von Kästner (Deutsche Demokratische Partei).