Jugendstil

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Fassade in einem Wohn- und Geschäftshaus in der Langen Straße. Foto: Schmidt

Der Jugendstil gilt als ein letzter ausgeprägt dekorative Architekturstil. Blumen und Früchte, Ranken und Girlanden, anmutige junge Frauen und verträumte Mädchenfiguren kennzeichnen diesen Baustil in einer eher kurzen Epoche etwa zwischen 1890 und 1920.

Diese Hommage an Jugend, Natur und ästhetische Schönheit entstand nicht von ungefähr in der Zeit des Historismus. Sie verstand sich als frischer Gegenentwurf zu Bauten, die frühere Stile einfach kopierten (Stichwort Neo-Romanik, Neo-Gotik usw.).

Der Jugendstil beschreibt den Aufbruch in eine moderne Zeit, der alle Daseinsbereiche des Menschen umfassen und das Leben als Gesamtkunstwerk gestalten sollte. Neben der Architektur war vor allen Dingen die Ausformung der Gebrauchsgegenstände eine Kernaufgabe der Designer. Besonders im Glas ließen sich die neuen Ideen gut verwirklichen.

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