Jugendseeheim

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Militärisches Areal

Als 1950 das Jugendseeheim Kassel entstand, hatte das Gelände im Sylter Klappholtal zwischen Kampen und List schon eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Mit Beginn des Ersten Weltkriegs waren dort Geschützstellungen für die Marine-Artillerie gebaut worden. Reste der damals entstandenen Bunker sind heute noch zu sehen. Auch die ersten Baracken wurden errichtet, im Gedenken an eine deutsch-englische Seeschlacht in Skandinavien nannte man das Lager Skagerrak.

1925 entstand das erste Steinhaus, das bis heute als einziges Relikt dieser Zeit erhalten ist. 1939 wurde das Lager Ausbildungsstätte für Soldaten der Marine-Artillerie, ab 1944 war es mit Strafkompanien belegt. Ein Jahr später sprengten englische Besatzungstruppen die militärischen Anlagen, die schweren Geschütze waren bereits 1943 abgebaut und nach Norwegen gebracht worden. Die friedliche Nutzung begann 1949, als die Bundesbahn das Gelände pachtete. Im selben Jahr lief dort das erste hessische Zeltlager. Als die Bahn einen Partner suchte und die Stadt Kassel zunächst nicht interessiert war, engagierte sich 1950 der Landkreis Kassel

(Quelle: Jahrbuch 2000 des Landkreises Kassel)