Johanniter-Kommende Nieder-Wildungen

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In den Jahren 1358 bis 1369 wurde unter Graf Otto II. von Waldeck zwischen Alt-Wildungen und dem auf dem gegenüber liegenden Berg gelegenen Nieder-Wildungen (heute: Bad Wildungen), bedingt durch eine 1349 ausgebrochene Pestepidemie, auf dem Gelände des ehemaligen „Klosters an der Wilde“ von Angehörigen des Johanniter-Ordens ein Hospital gegründet.

Die Angehörigen des Johanniterordens galten als Fachleute für die Krankenpflege.

Schon 1372 übereignete Graf Heinrich V. von Waldeck das Hospital der Johanniter-Kommende Wiesenfeld.

Im Jahre 1437 wurde an der Stelle der Vorgängerkirche eine neue Kirche erbaut, die - ebenso wie die anderen Gebäude – nicht erhalten geblieben ist.

Der erste Komtur der seit dem Beginn des 15. Jahrhunderts zu einer Kommende erhobenen Spitalsgemeinschaft, Konrad Stolle wurde zugleich Pfarrer der Kirche in Niederwildungen. Conrad von Soest, der Maler des berühmten Wildunger Altars, hat ihn auf dem Altarbild neben sich im roten Johannitermantel dargestellt.

Nach der Reformation bestand das Hospital noch fast zwei Jahrhunderte fort. Erst 1704 unter Graf Christian Ludwig von Waldeck wurden die verbliebenen Kranken in das Hospital nach Flechtdorf verbracht.

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