Johanneskirche

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Die Geschichte der Südstadtgemeinde und ihrer Kirchen ist sicher schon älter als 30 Jahre. Ursprünglich stand als gottesdienstlicher Raum ein Gebäude auf dem Gelände Frankfurter Straße 78 (ehemals die Gastwirtschaft Tivoli) zur Verfügung. Nach der Zerstörung im März 1945 wurden zunächst in der heutigen Friedrich-Wöhler-Schule, dann im Juli 1948 in der ersten Johanneskirche Gottesdienste gefeiert. Hierzu war aus aufgelösten Heeresbeständen eine Baracke erworben worden.

Im März 1960 wurde der Gemeinde dann ein zweites Gotteshaus übergeben: die Markuskirche.

Bautechnische Gründe machten es erforderlich, dass im März 1974 von der alten Johanneskirche Abschied genommen werden mußte. Stattdessen sollte hier ein modernes Gemeindezentrum entstehen. Seinerzeit schrieb der damalige Gemeindepfarrer Dr. Martin Kriebel: „Mit dem 1. Adventsonntag 1975, dem 30. November, sind wir in das neue Gemeindezentrum eingezogen. Der Name Johanneskirche bedeutet Erbe und Verpflichtung. In schwerer Zeit sind dort Vertrauen, Zuversicht und Glaubenserkenntnis aus der Heiligen Schrift erwachsen, ist Gemeinde geworden nach dem Augsburgischen Grundbekenntnis unserer evangelischen Kirche vom Jahre 1530, das uns lehrt: Christliche Gemeinde ist überall da, wo die Botschaft Christi wahrheitsgetreu gepredigt und die Sakramente ihrer Einsetzung gemäß recht verwaltet werden, denn dort – und zwar dort allein – weckt Gott mit der Gabe seines Heiligen Geistes den Glauben. Gott gebe, daß dieses allezeit auch bei uns gelte. Er segne allen Dienst, der in der neuen Johanneskirche in der Beugung und im Gehorsam gegenüber Seinem Auftrag, Wort und Willen geleistet wird.“

Gastlichkeit wurde auf dem Gelände schon immer groß geschrieben. Zunächst in der schon erwähnten Wirtschaft mit Biergarten Tivoli, in der Johanneskirche zu den vielfältigsten Gottesdiensten, schließlich im Gemeindezentrum, wo sich über die Jahrzehnte immer wieder Gruppen getroffen haben, um christliche Gemeinschaft zu pflegen oder Fragen und Probleme des persönlichen und gesellschaftlichen Lebens zu besprechen. Gegenwärtig sind die Anonymen Alkoholiker und derer Angehörige hier, Menschen mit Angst- und Depessionsproblemen, Männer und Frauen mit Demenzerkrankung und deren Angehörige, Kinder, die hier spielen und basteln, Kleinkinder die eine Playgroup bilden, Konfirmanden, gelegentlich die Südstadt AG und der Ortsbeirat, verschiedene Arbeitgruppen, die Gesegnete Mahlzeit mit dem Johannescafé, und, wie alle Jahrzehnte hindurch, Christen, die hier singen, beten und Gottesdienst feiern.

Holger Wieboldt, Pfarrer in der Südstadtgemeinde, Johanneskirche

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