Johannes Ruhl

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Johannes Ruhl
Johannes Ruhl (*1731; †1794) war als Hofschreiner auf Schloss Wilhelmshöhe und in Wilhelmsthal tätig und begründete gemeinsam mit seiner Frau Martha Cathrina Dilling eine Künstler- und Baumeister-Dynastie in Kassel. Nach der Familie Ruhl ist in Kassel eine kleine Sackgasse zu Beginn der Wilhelmshöher Allee, nahe der Volkshochschule, benannt.[1]

Familie

Das Paar hatte drei Söhne und fünf Töchter, die alle in der Kasseler Hofgemeinde zur Welt kamen. Die Söhne waren alle zunächst bei Hofe beschäftigt. Einen überregionalen Namen machte sich Sohn Johann Christian Ruhl. Er war als Bildhauer, Illustrator und Architekt tätig. Ruhls am Fuße der Wilhelmshöher Allee (Königsstraße 1 / Ecke Friedrichsstraße) erworbene, von Heinrich Christoph Jussow entworfene Villa war ein beliebter Treffpunkt für die Künstler und Meinungsmacher der Zeit. Hier verkehrten unter anderem die Brüder Grimm und die romantischen Schriftsteller Clemens und Bettina Brentano sowie Achim von Arnim.

Johann Christian Ruhls Söhne hatten ebenfalls großes künstlerisches Talent und Geschick und gelangten in ihren Berufen zu Ruhm und Ehre. Der älteste Sohn war der Maler und Akademiedirektor Ludwig Sigismund Ruhl. Dessen jüngerer Bruder Julius Eugen Ruhl war Oberhofbaumeister, bekannter Architekt und erster Direktor der kurhessischen Staatsbahn.

Leben

Grabstätte

Johannes Ruhl wurde auf dem Lutherplatz, einst Altstädter Friedhof, neben dem letzten Kurfürsten von Hessen-Kassel, Friedrich Wilhelm I., und der Mutter der Brüder Grimm, Dorothea, beigesetzt. Die verwitterte Grabstätte wurde 2012 von den Nachkommen der Familie restauriert.

Quellen

  1. Artikel aus hna.de vom 6. Juli 2013: Eine Familie mit künstlerischem Geschick: Ruhl-Dynastie prägte Kassel