Johannes Kapp

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Heilige Messe im Dom zu Fulda

Johannes Kapp (geboren am 14. Mai 1929 in Burguffeln bei Hofgeismar, gestorben am 22.September 2018 in Kassel) war in den Jahren 1976 bis 2004 Weihbischof des Bistums Fulda.

Leben und Wirken

Weihbischof Johannes Kapp war bei seiner Emeritierung im Jahr 2004 bereits mehr als 50 Jahre Priester und 28 Jahre lang im bischöflichen Dienst.

Nach der Priesterweihe im Jahre 1954 war der als Sohn eines Gutsinspektors in Burguffeln geborene Kapp zunächst geistlicher Assistent am Bischöflichen Konvikt in Fulda, später Kaplan, Pfarrer und Dechant in Bad Orb.

Im Jahre 1975 wurde er zum Domkapitular und Regens des Bischöflichen Priesterseminars in Fulda gewählt, bevor er 1976 von Papst Paul VI. zum Weihbischof im Bistum Fulda bestellt wurde. 1980 wurde er Domdechant in Fulda und 1983 Dekan des dortigen Domkapitels.

Bei seiner Bischofsweihe 1976 in Fulda hatte sich Weihbischof Kapp ein Schlüsselwort der Heiligen Schrift zum Leitspruch gewählt: „Gaudium Domini fortitudo nostra – Die Freude am Herrn ist unsere Stärke“. Aus solch befreiender Kraft heraus wollte er die frohe Botschaft verkünden, Gottes Freude weitergeben und nahe bei den Menschen bleiben.

Weihbischof Johannes Kapp hat das Bistum Fulda in seiner Amtszeit entscheidend mitgeprägt – sei es als Seelsorger, Regens, Domdechant, Leiter der Personalabteilung, Personalreferent für Geistliche und Laien im pastoralen Dienst, Kommissionsmitglied bei der Deutschen Bischofskonferenz und Beauftragter zur Regentenkonferenz und für Berufungspastoral, Diözesanadministrator sowie Bischofsvikar für die Ständigen Diakone. Im März 1975 hatte Bischof Schick den erfahrenen Pfarrgeistlichen in das Fuldaer Domkapitel berufen und ihn zum Regens des Priesterseminars bestellt. Im Juli 1976 wurde er dann durch Papst Paul VI. zum Titularbischof von Melzi und Weihbischof in Fulda ernannt.

Der Geistliche, der als eingefleischter Fußballfan galt, hat in seiner langen Laufbahn fast so viele Jugendliche gefirmt, wie die Bischofsstadt Fulda Einwohner hat - nämlich knapp 65.000.


Weihbischof Kapp zog 2010 von Fulda nach Hofgeismar, wo er 2018 verstarb:
Aus einem Artikel in HNA-online vom 11.10.10 sowie Nachtrag vom 10.11.18:

Der 2004 emeritierte Fuldaer Weihbischof Johannes Kapp ist seiner nordhessischen Heimat immer besonders verbunden geblieben. Im Jahre 2010 verließ er die Hauptstadt des Bistums Fulda nach 52 Jahren aus Altersgründen um sich mit seiner Schwester Elisabeth in sein Elternhaus nach Hofgeismar (Kreis Kassel) zurückzuziehen.

In Hofgeismar bewohnten Johannes Kapp und seine um einige Jahre jüngere Schwester das Elternhaus, zu dem auch ein großer Garten gehört. Hofgeismar war für die Kapp-Geschwister die Pfarrei der Kindheit. (jum)

Weihbischof em. Johannes Kapp, der das Bistum Fulda über Jahrzehnte entscheidend mitgeprägt hat, verstarb am Samstag, 22. September 2018, im Alter von 89 Jahren. Er stand im 65. Jahr seiner Priesterweihe und im 43. Jahr seiner Bischofsweihe.

Er wurde am Dienstag, 2. Oktober in Hofgeismar beigesetzt. Das feierliche Pontifikalrequiem wurde von dem Fuldaer Diözesanadministrator Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez in der Kirche St. Peter zelebriert, die Beisetzung fand im Anschluss auf dem Friedhof Gesundbrunnen in Hofgeismar statt. Konzelebranten waren Bischof em. Heinz Josef Algermissen, der emeritierte Bischof von Erfurt, Prof. Dr. Joachim Wanke, der ständige Vertreter des Diözesanadministrators Prof. Dr. Gerhard Stanke, der Pfarrer der örtlichen katholischen Pfarrgemeinde St. Peter, Martin Schöppe sowie Diakon Franz Reuting (vgl. Artikel in der Fuldaer Zeitung vom 2.10.2018).

siehe auch

Weblinks