Johanna Waescher

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Johanna Waescher (DDP) gehörte zu den Frauen, die im Jahre 1919 in die Kasseler Stadtverordnetenversammlung gewählt wurden.

Die DDP (Deutsche Demokratische Partei) stellte gleich drei Stadtverordnete, wobei Johanna Waescher und Julie von Kästner zu den prominenten Kasselerinnen zählten. Waescher war seit 1865 im Casseler Frauenbildungsverein engagiert und hatte sich der soziale Absicherung weiblicher Angestellter verschrieben.

Den Kasseler Hausfrauenverband, der sich 1919 vom Image des Wohltätigskeitsvereins verabschieden und als Berufsorganisation verstanden werden wollte, hatte Waescher 1902 mitgegründet.

Geschichte

Nach dem Ersten Weltkrieg wurden am 19. Januar 1919 die Nationalversammlung, am 26. Januar 1919 der Preußische Landtag und am 2. März 1919 die Kasseler Stadtverordnetenversammlung gewählt. "Frauen Cassels, Ihr müßt wählen!" lautete hier die Parole der Frauenvereine.

Tatsächlich zogen sechs Frauen ins Kasseler Parlament ein, in dem - mit einem Wahlergebnis von 51,4 Prozent der Stimmen - die SPD die Mehrheit hatte. Auf der Wahlliste der SPD mit 72 Plätzen standen damals drei Frauen, von denen zwei in die Stadtverordnetenversammlung einzogen: Minna Bernst und Amalie Wündisch.

Die „Bürgerlichen“ entsandten insgesamt vier Frauen: Elisabeth Consbruch (Deutschnationale Volkspartei), sowie Elisabeth Ganslandt, Johanna Waescher und Julie von Kästner (Deutsche Demokratische Partei).

Nach Minna Bernst, Elisabeth Consbruch, Johanna Waescher und Amalie Wündisch wurden im Bereich nahe der Eugen-Richter-Strasse und nördlich des Helleböhnwegs Strassen benannt, ebenso nach Julie von Kästner im Bereich Marbachshöhe.

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