Johann Heinrich Wilhelm Tischbein

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Am 15. Februar 1751 wurde in Haina Johann Heinrich Wilhelm Tischbein geboren, der später als der "Goethe-Tischbein" in die Geschichte einging.

Berühmtes Goethe-Bild

Goethe in der Campagna di Roma(1786/87)
  • Nur selten ist ein Gemälde so sehr mit dem ganzen Werk eines Malers gleichgesetzt worden, wie das im Falle von Tischbeins Komposition Goethe in der Campagna di Roma (1786/1787) geschehen ist. Es ist zum Kultbild insbesondere der Goethe-Gemeinde geworden und hat dadurch auch seine Wirkung in der Kunstgeschichte entfaltet.[1]
  • Dabei profitiert Tischbeins Werk davon, dass es die Sehnsuchtslandschaft der Deutschen, Italien, die Anspielungen auf die klassische Antike (Relief und Ruinen) und das repräsentative Porträt des Dichters verbindet.
  • Wenn man es genau nimmt, verschwindet das Gesicht unter dem gewaltigen Hut. Der Hut verleiht der ganzen Person aber etwas Herrschaftliches, was zusätzlich durch den hellen Umhang verstärkt wird. Die Komposition hat allerdings auch immer wieder heitere Kritik hervorgerufen, weil das linke, unter dem Umhang verborgene Bein viel zu lang geraten ist.

Leben

  • Johann Heinrich Wilhelm Tischbein hatte in Kassel bei seinem Onkel Johann Heinrich gelernt und war als Kasseler Stipendiat nach Italien gekommen. Auch bei seinem Onkel Jacob Tischbein in Hamburg soll er Schüler gewesen sein.
  • 1772-73 wirkte er in den Niederlanden, 1777 in Berlin. 1779 folgte sein erster Aufenthalt in Italien.
  • Ein zweites Italien-Stipendium vermittelte ihm 1782 Goethe. Beide lebten zwischen 1785 und 1787 in Rom in einer gemeinsamen Wohnung. In den folgenden Monaten brachte Tischbein dem berühmten Goethe etwas bei: Er zeigte ihm Rom und unterwies ihn im Zeichnen und Malen.[2]
  • Die Freundschaft endete mit einem Bruch.
  • Tischbein wurde später Akademiedirektor in Neapel und trat 1804 in die Dienste des Herzogs von Oldenburg.
  • Seit 1808 war er Hofmaler in Eutin (Kreis Ostholstein).
  • 1829 starb er in Eutin.


siehe auch

Kloster Haina - Museum Tischbein

Quellen und Weblinks

  1. Hamburger Kunsthalle
  2. Goethezeitportal