Jühnder Kirche

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Nördlich des Gutes in Jühnde steht die Pfarrkirche St. Martin.

Dem Westturm von 1583 ist ein frühneuzeitlicher Saalbau mit Rechteckchor angeschlossen.

Geschichte

Das alte Relief: Das Kunstwerk aus dem 15. Jahrhundert ist jetzt im Innern der Jühnder Kirche zu sehen

Die St.-Martinikirche in Jühnde wurde 1683 als Patronatskirche des Gutshauses Jühnde (Familie Freiherr Grote) in unmittelbarer Nachbarschaft des Schlosses erbaut.

Der Turm der Kirche mit mächtigen Mauern erhielt inzwischen einen ziegelbehängten Fachwerkaufsatz, in dem sich die Glockenstube befindet (mit drei Läuteglocken von 1977). Eine vierte Glocke aus dem gleichen Jahr befindet sich in der Turmlaterne.

Rings um die Kirche befindet sich der alte Friedhof mit Gräbern der Familie Grote sowie dem Grab des Volkskundlers und Schriftstellers Heinrich Sohnrey.

Kirchengemeinde

Nachdem die drei Kirchengemeinden in Jühnde, Barlissen und Meensen bereits mehrere Jahrzehnte gemeinsam vom Pfarramt in Jühnde (mit Sitz in Meensen) betreut wurden, entstand am 1. Oktober 2005 durch Zusammenlegung der drei Gemeinden die Evangelisch-lutherische Trinitatis-Kirchengemeinde Jühnde-Barlissen-Meensen als jüngste Gemeinde im Kirchenkreis Münden.

Neuer Platz für ein altes Kunstwerk

Die Nachbildung: Das neue Relief wurde außen an der Kirche angebracht.

Etwa seit einer Woche gibt es für die Besucher der Jühnder Kirche etwas Neues zu entdecken. Über der hinteren kleinen Eingangstür unweit vom Altar hängt das alte, verwitterte Kreuz-Relief, das bis vor einigen Jahren noch in einer Mauernische in der Kirchen-Außenwand angebracht gewesen war. Die Nische, die lange leer gestanden hatte, schmückt jetzt eine originalgetreue Nachbildung des alten Reliefs.

„Das ursprüngliche Kreuz-Relief stammt vermutlich aus dem 15. Jahrhundert und könnte einmal Teil eines Grabsteins gewesen sein“, erzählt Pastor Horst Metje. Schon vor Jahren habe der Kirchenvorstand beschlossen, das über die Zeit stark verwitterte steinerne Kunstwerk erneuern zu lassen.

Nachdem der Jühnder Otto Freiherr Grote sich bereit erklärt habe, ein neues Relief zu stiften, habe der damit beauftragte Steinmetz das alte entfernt und - so gut es eben ging – als Vorlage benutzt. Da es aber zu schade gewesen sei, das über 500 Jahre alte Kunstwerk einfach zu entsorgen, habe es jetzt einen gebührenden Platz im Innern der Kirche erhalten. (per)

Pilgerweg

siehe auch

Weblinks