Jüdische Gemeinde Abterode

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Eine Jüdische Gemeinde in Abterode bestand seit dem frühen 17. Jahrhundert, im 18. Jahrhundert war sie die größte jüdische Landgemeinde in der Landgrafschaft Hessen.

Zur jüdischen Gemeinde Abterode gehörten im 19. Jahrhundert auch die jüdischen Gemeindemitglieder in Germerode und Vockerode.

Geschichte

Abterode - Ortsansicht mit der ehem. Synagoge

Vermutlich war in Abterode bereits im 17. Jahrhundert ein Betsaal vorhanden. Eine erste Synagoge entstand anschließend.

Das bis heute erhaltene Synagogengebäude wurde um 1830 erbaut (nach anderen Angaben um 1870/71) als zweigeschossiger Massivbau aus rotem Sandstein mit einem Walmdach.

An Einrichtungen der jüdischen Gemeinde bestanden einst in Abterode neben der Synagoge eine Elementarschule (im Gebäude Steinweg 47), eine Mikwe (hinter dem Haus Am Sand 3) sowie ein eigener Friedhof.

Die jüdischen Familien lebten zunächst vor allem vom Viehhandel und dem Handel mit Lebensmitteln, in der Mitte des 19. Jahrhunderts gab es aber auch jüdische Handwerker und die meisten jüdischen Familien bewirtschafteten auch eine kleine Landwirtschaft.

Beim Novemberpogrom im Jahre 1938 (nach Berichten bereits am Abend des 8. November 1938) wurde die Synagoge im Inneren völlig verwüstet, das Gebäude selbst aber nur leicht beschädigt. Abteröder Juden wurden mißhandelt, verhaftet und nach Eschwege transportiert.

Anlässlich der 900-Jahrfeier von Abterode im Jahr 1976 wurde die Synagoge im Außenbereich renoviert.

Weitere Informationen unter:

siehe auch

Weblinks