Initiative "Unser Dorf" Hümme

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Die Initiative ”Unser Dorf” hat sich 1999 aus Anlaß der Hümmer Teilnahme am Hessischen Wettbewerb ”Unser Dorf” gegründet. Sie befasst sich mit den Belangen der dörflichen Entwicklung in Hümme.

Kulturzeit in Hümme

Zu den regelmäßigen Veranstaltungen der Hümmer Initiative „Unser Dorf“ gehört inzwischen das Kulturprogramm „Kulturzeit in Hümme“.

Verankert in der Region

Artikel aus HNA - online vom 4.3.2010

von Tanja Temme

Hümme. Durch ein Jubiläum wurde es ins Leben gerufen, und nun wird es fortgeführt: Das Kulturprogramm der Hümmer Initiative „Unser Dorf“. Ende des Monats wird die abwechslungsreiche Veranstaltungsreihe „Kulturzeit in Hümme“ los gehen.

Anlässlich unseres zehnjährigen Bestehens haben wir im vergangenen Jahr verschiedene kulturelle Veranstaltungen im Dorf ausgerichtet“, sagt Peter Nissen, Sprecher der Initiative. Da das Programm sehr gut angekommen sei, solle es auch in diesem Jahr weitergehen. Dass einzelne Veranstaltungen auch in überörtlichen Reihen vertreten sind, wie dem Kultursommer Nordhessen, begrüßen die Mitglieder der Initiative, denn „so sei man auch in der Region verankert“.

Mit einem Reisebericht über Namibia beginnt das Programm am 30. März, 20 Uhr, im Gasthaus Busch. Dort wird Wilfried Eckart anhand von Photos seine Erlebnisse schildern.

Vogelstimmenwanderung
Eine Vogelstimmenwanderung mit Unterstützung des Ecomuseums Reinhardswald wird am 13. Mai, ab 5 Uhr, angeboten. Vogelkundler Hartmut Stephan holt die Teilnehmer am Gasthaus Busch ab.

Viel zu lachen gibt es bei dem Theaterstück „Wenn der Hahn kräht“, das die Volksbühne Bad Emstal am 29. Mai ab 20 Uhr, in der Dorfscheune aufführen wird. Über eine mögliche Nutzung des Hümmer Bahnhofgebäudes soll beim Bahnhofsfrühstück am 26. Juni, ab 10 Uhr, diskutiert werden. Eine Machbarkeitsstudie wird dabei ebenfalls präsentiert.

Höhepunkt der Veranstaltungsreihe ist das Wochenende vom 30. Juli bis 1. August, das die Initiative mit dem Kultursommer Nordhessen ausrichten wird. Los geht es am Freitag, 30. Juli, ab 19 Uhr in der Dorfscheune mit der Eröffnung der Ausstellung Kunstdinger. Bilder, Objekte und Skulpturen von Künstlern aus der Region werden in der Ausstellung gezeigt. Die Vernissage wird mit Musik von Som Bassa umrahmt. An den folgenden zwei Ausstellungstagen wird es ab 10 Uhr Kabarett und Figurentheater für Kinder geben.

Er tanzt mit der Stimme
Comedian Martin O. unterhält mit seinem Programm „Der mit der Stimme tanzt“ am Samstag, 31. Juli, ab 20 Uhr, in der Dorfscheune. Quer durch alle Genres und Sprachen singt, erzählt und imitiert der Künstler in seinen Darbietungen.

Mit einem Kinder- und Familienprogramm endet das Wochenende am Sonntag, 1. August, 15 Uhr. Das Figurentheaterstück „Kleiner Vogel, flieg“ wird das Theater Laku Paka dann in der Dorfscheune zum Besten geben.

Im Rahmen des Märchentheaters am Märchenlandweg wird das Theater Laku Paka am 27. August, ab 16 Uhr, erneut in der Hümmer Dorfscheune zu Gast sein. Dann wird es mit dem kindgerechten Stück „Die Bremer Stadtmusikanten“ unterhalten.

Für gute Unterhaltung werden Siggis´s Straßenmusikanten aus Grebenstein beim Musikalischen Frühschoppen am 12. September, ab 11 Uhr, in der Dorfscheune sorgen.

Mit einem Diavortrag über Italien endet am 12. November das Programm. Ab 20 Uhr wird Ernst König „Von der Toscana bis Sizilien“ im Gasthaus Busch berichten.

Die Kunst ist angekommen

"Die Kunst ist angekommen", hieß es bereits 2009 in einem Artikel in der HNA (vom 19.7.2009), der von einem Kabarett-Abend im Rahmen des Kultursommers Nordhessen berichtete, ebenso von einer Ausstellungseröffnung einen Tag zuvor mit Werken von Künstlern, die im Landkreis Kassel wohnen oder wie Pit Morell ihre Wurzeln hier haben.

"Ausgestellt waren genähte Keramiken von Monika Bodenmüller, Figuren, die den Händen von Karin Bohrmann entstammen. Katharina Grote-Lambers war mit ihren ästhetischen Landkarten aus Erdpartikeln und Farbe vertreten. Karl F. Hofeditz wurde mit seinem Wandobjekt aus Kupfer, Zinn und Eichenholz einen Tag vor Ausstellungseröffnung fertig. Kordula Klose stellte in dem idyllischen Garten der Dorfscheune Stahlplastiken aus, in direkter Nachbarschaft zum Kardinal von Georg Roth. Vertreten waren auch Werke der Künstler Charlotte Schütz und Rolf Steiner." (zrk)

Platz für rostige Tränen

Stele von Pit Morell wird das Hümmer Stadtbild bereichern

Artikel aus HNA-online vom 24.07.2009

Hümme. Zur Kunstausstellung "Kunstdinger" hatte die Initiative Hümme "Unser Dorf" Künstler eingeladen, die in der Region ihre Wurzeln haben. Monika Bodenmüller, Karin Bormann, Katharina Grote Lambers, Karl F. Hofeditz, Kordula Klose, Pit Morell, Georg Roth, Charlotte Schütz und Rolf Steiner stellten Bilder, Objekte und Skulpturen in und um die Hümmer Dorf- und Kulturscheune aus.

Die Ausstellung war ein großer Erfolg. Allein zur Ausstellungseröffnung kamen 250 Kunstinteressierte. Ein Findungsausschuss, bestehend aus Claudia Ruis, Klaus Matthes und Peter Nissen, hat nun im Namen der Initiative Hümme "Unser Dorf" ein Werk ausgesucht, das dank der Unterstützung der Stadt Hofgeismar in Hümme bleiben soll. "Die Auswahl war nicht einfach, gab es doch eine ganze Reihe geeigneter Kunstobjekte, und wir bedanken uns bei allen Künstlern ganz herzlich", so Peter Nissen als Sprecher der Initiative Hümme "Unser Dorf".

Biotit-Gneis in Herzform
Die Wahl fiel schließlich auf eine von Pit Morell entworfene Stele. Integriert im oberen 2. Quartal der 30 Zentimeter breiten und 150 Zentimeter hohen Stahlplatte (zwei Zentimeter dick) ist ein etwa 30 Millionen Jahre alter Biotit-Gneis (Stein) in Herzform. Der Stein stammt aus dem Kampener Kliff auf der Insel Sylt und wurde von Pit Morell am Fuß des Kliffs gefunden und für die Stele ausgewählt. Fertiggestellt wurde die Stele in der Werkstatt des Metallbaumeisters Robert C. Morell in Tinnum auf Sylt.

"Bewusst habe ich eine einfache Form gewählt. Nichts riesiges, nichts gigantisches. Im Hinblick auf eine immer größer werdende Menschheit ist ja Einfachheit, Sparsamkeit und Schlichtheit angesagt. Kein Prunk!", sagt Pit Morell. Steht die Stele länger im Freien, der Witterung ausgesetzt, so beginnt sie zu "leben". Aus der im Quadrat ausgeführten Schweiß-Narbe beginnt sie rostige Tränen zu erzeugen, beginnt zu verwittern. Der herzförmige Stein bleibt wie er ist. (Das Herz mit vielfältigem Sinngehalt). Ein Standort für die Stele im Freien soll demnächst von der Initiative Hümme "Unser Dorf" festgelegt werden. (eg)

Sammlung aus dem Nachlass Hugues in Hümme

Das Künstlerehepaar Pit und Rosemarie Morell schenkten im April 2010 der Initiative Hümme "Unser Dorf" eine Sammlung mit Werken von Wilhelm Hugues, der als Künstler in Hümme gewirkt hat. "Wir geben Sie an den Ort ihrer Entstehung zurück", wird Pit Morell in der HNA - Ausgabe Hofgeismar zitiert. Die Initiative verpflichtete sich im Gegenzug, die Kunstwerke in Hümme zu belassen und sie in Abständen in der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Kulturzeit Hümme - Startschuss mit Hugues

Artikel aus HNA-online vom 3.3.2011

Hümme. Kunstausstellungen, Theatervorführungen, Workshops und mehr stehen auf dem Kulturzeit-Programm, das die Initiative Hümme „Unser Dorf“ jetzt im Gasthaus Busch vorstellte.

Von Mitte März bis Anfang November 2011 werde es sieben, zum Teil mehrtägige Veranstaltungen für Alt und Jung geben, kündigte Peter Nissen, Sprecher der Initiative, an. Der Startschuss wird am 13. März mit der Eröffnung einer Ausstellung des verstorbenen Hümmer Künstlers Wilhelm Hugues gegeben. Pit Morell, ein Künstlerkollege, hat der Initiative im vergangenen Jahr zahlreiche Bilder, Plastiken und Entwürfe aus dem Nachlass von Hugues geschenkt - mit dem Wunsch, sie zu präsentieren.

„Ergänzt um Dokumente, Texte und Fotos aus dem Fundus des Geschichtskreises Hümme wird die Ausstellung einen Einblick in Leben und Werk von Hugues bieten“, erklärte Nissen. Die bildende Kunst ist auch Mittelpunkt einer großen mehrtägigen Veranstaltung im Juli. Künstler aus ganz Deutschland, darunter der Bildhauer Karl F. Hofeditz (Sielen), stellen ihre Werke in der Dorf- und Kulturscheune aus.

Zur Eröffnung am Freitag mit Sektempfang und Live-Musik werden der Kurator und die Künstler Erläuterungen zu den Werken geben. Neben einer Samstagabendveranstaltung des „Kultursommer Nordhessen“ (Comedy oder Kabarett), werden tagsüber Workshops zur Holzbearbeitung und ein Programm „Kunst für Kinder“ angeboten. „Wir freuen uns, dass wir in diesem Jahr zudem die Kunsthochschule Kassel mit einem Projekt „Architektur“ gewinnen konnten“, sagte Klaus Matthes.

Im Mai und August wird es Theatervorstellungen in der Dorfscheune geben. Die „Kleine Bühne 77“ spielt im Frühjahr ein noch unbekanntes Stück. Das Märchentheater LAKU PAKA tritt im Sommer mit „Serafina und der Löwenkönig“ auf.

Vogelfreunde kommen im Juni auf ihre Kosten. Das Ecomuseum Reinhardwald bietet eine Vogelstimmenwanderung mit Hartmut Stephan (Eberschütz) an. Anschließend steht ein gemeinsames Frühstück in der Gaststätte Busch auf dem Programm. Im August wird es erstmals Kinderferienspiele in Hümme geben.

Die Initiative, örtliche Vereine und die Jugendpflege der Stadt Hofgeismar beteiligen sich daran. Die Kulturzeit 2011 endet literarisch. Im November tragen Vorleserinnen und Vorleser im Gasthaus Busch kurze Geschichten vor, deren Wahrheitsgehalt von den Zuhörern eingeschätzt werden soll. Wer richtig liegt, der hat die Chance auf einen kleinen Preis.

„Über das kulturelle Angebot hinaus werden wir uns auch in diesem Jahr wieder im Wettbewerb Unser Dorf hat Zukunft engagieren“, kündigte Nissen an. (ziv)

siehe auch

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