Inigo Manglano-Ovalle

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Das documenta-Lexikon
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Inigo Manglano-Ovalle ist ein spanischer Künstler(Jahrgang 1961). Er nahm an der documenta XII teil.

Werk

Der in Chicago lebende Spanier Inigo Manglano-Ovalle hat für eine der spektakulärsten Arbeiten dieser documenta gesorgt. Ihm geht es immer wieder um Wahrnehmung gesellschaftspolitischer Prozesse.

Seine in der documenta-Halle gezeigte Arbeit besteht aus zwei Teilen. Durch Folien-Beschichtung der Fenster hat er den vorletzten Raum der Halle in aggressives rotes Licht getaucht. Selbst der Himmel wirkt bedrohlich. in dem Raum steht lediglich ein kleines Objekt, das wie ein Kofferradio aussieht und in dem man die Quelle für die gelegentlichen beunruhigenden Geräusche sehen kann.

Danach folgt ein nahezu dunkler Raum, in dem ein Truck mit einem stilisierten Labor steht. Das Labor zur Herstellung biologischer Waffen hat Manglano-Ovalle auf der Grundlage der in den USA verbreiteten Beschreibungen nachgebaut. Doch es zeigte sich, dass dieses Labor, das einen der Gründe für den Irak-Krieg der USA bildete, gar nicht der Waffenherstellung dienen kann.

Vor diesem Hintergrund erscheint der zuvor durchlaufene rote Raum wie eine Angst-Projektion. Das unwirkliche Rot kann eine Explosion oder eine Vergiftungsaktion simulieren. Das Rot strahlt übrigens auf den Truck und das Labor ab.

siehe auch

Weblinks und Quellen