ICE

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Diese Abkürzung steht für "InterCity Express", das heutige "Rennpferd" der "Deutschen Bahn AG". Dieser meist aus mehrgliedrigen Einheiten bestehende Zug, mit zwei so genannten Triebköpfen (Vorn und Hinten) ausgestattet; aber auch häufig zu einem aus zwei kompletten Einheiten bestehenden, als Doppelzug gekoppelt fahrend.

Um 1990 in der Bundesrepublik Deutschland - erst nur für das damals noch getrennte Deutschland - im und für den Westen geplant, wurde zuerst auch nur in dem westlichen Teil - in Form einer "Acht" - das Streckensystem die großen Zentren verbindend gebaut und in Betrieb gestellt.

1991 dann auch für Kassel; mit dem neu gebauten "Haupt-Bahnhof Wilhelmshöhe"; einem futuristischem Bahnhofsgebäude, bösartig auch als "Stangenwald" bezeichnet, also eine großzügige Dachkonstruktion aus/auf hochaufragenden "Beton-Stahl-Pfeilern". Diese architektonisch sehr interessante Lösung, sollte die Straßenbahn und Taxen ebenfalls in den überdachten Bahnhofsbereich integrieren.

Bei bekanntwerden der Pläne, den "Alten und bestehenden Hauptbahnhof" zu umfahren, also "links" liegen zu lassen, gab es zwar Diskussionen; aber die gefundene Lösung konnte doch überzeugen und verbilligte erheblich die "Kasseler Strecke", auch gestaltete sich der Bau "einfacher". - Der "alte" ist seit vielen Jahren nun als "Kulturbahnhof" benannt, bekannt und angenommen.

Die anfangs und lange Jahre erfolgreiche Fahrt des ICE, wurde leider - noch bevor sich ein Mythos hätte bilden können, jäh gestört, durch ein furchtbares Unglück vor einigen Jahren Anfang des Jahrtausends in Niedersachen mit 101 Toten; ein Zug war vermutlich durch den Bruch eines so genannten "Radreifens" vor einer Straßenüberführung entgleist und an dieser zerschellt.

An Entwicklung und Bau hatte auch die "Nachfolgefirma" von Henschel, damals "Thyssen" mit und ohne Zusatz erheblichen Anteil, aber auch Siemens und andere waren ebenfalls beteiligt; es ist halt ein neues und komplexes Zugsystem. Die zuletzt in Dienst gestellte 3. Generatin kann im Regelbetrieb 350 km/h fahren.

Auch war das ganze "Unterfangen" eine große Herausforderung für "Die Bahn" und deren Ingenieurwesen - sowohl der Bahn- aber auch der Bauindustrie, aber vor allem der Brückenkonstrukteure wie auch der Tunnel- und Brückenbauer; in unserer Region lässt sich "Einiges" bewundern und bestaunen. Das Fuldatal wird mehrfach überbrückt, so aber auch die Werra bei Hedemünden parallel und nahe der Autobahn A7; diese beiden Brücken thronen geradezu majestätisch über dem Werrafluss und seinem Sperrwehr "Letzter Heller" zwischen Hedemünden und Hannovers-Münden.


Neues Fahrzeugkonzept

Mit dem Inter-City-Express (ICE) wurde in den 80er- Jahren ein revolutionäres Fahrzeugkonzept erfunden, das Trieb-Drehgestell des ICE wurde bei Thyssen Henschel in Kassel entwickelt.

Der ICE ist ein elektrischer Triebzug mit zwei Triebköpfen, die mit den damals neuartigen Asynchron-Drehstrommotoren bestückt waren. Der Zug erreichte unter dem Namen „Intercity Experimental-ICE“ bei Versuchsfahrten über 400 Stundenkilometer. Die erste Hochgeschwindigkeitsstrecke, auf der der ICE seine Leistung ausspielen konnte, war 1991 die Strecke Würzburg - Hannover. Auf der Strecke zwischen Köln und Frankfurt erreicht er Spitzengeschwindigkeiten von 300 Stundenkilometern.

Wohlfahrtsbriefmarken 2006

Nach der Saskia auf der Marke zum Rembrandt-Jahr ist Kassel auf zwei neuen Briefmarken vertreten. Der Inter-City-Express (ICE) und der legendäre Henschel-Wegmann-Zug prangen ab dem 5. Oktober 2006 auf den 55- und den 145-Cent-Wohlfahrtsmarken.

Bis es so weit war, vergingen eineinhalb Jahre. So lange dauert es, bis ein Markenmotiv vom Bundesfinanzministerium abgesegnet wird. Bei Wohlfahrtsmarken stimmt das Referat für Postwertzeichen zusammen mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege die Motive ab. Vorgegeben war das Thema „70 Jahre Eisenbahngeschichte“.