Hugenottenkirche Leckringhausen

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Die Kirche in Leckringhausen

Die Hugenottenkirche in Leckringhausen gehört zur Kirchengemeinde der evangelischen Stadtkirche in Wolfhagen.

Die Kirche wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtet.

Geschichte

Landgraf Karl gründete 1699 den Ort für französische Glaubensflüchtlinge im Bereich des ehemaligen Meierhofs des Klosters Arolsen, der im Dreißigjährigen Krieg wüst geworden war.

Von Wolfhagen aus wurde das kleine Dorf besiedelt, wo 14 Hugenottenfamilien, vorwiegend Strumpfwirker, eine neue Heimat fanden.

Die erste Hugenottenkirche des Orts wurde bereits im Jahre 1706 erbaut. Sie wurde aber nicht fertiggestellt, wobei unklar ist, ob fehlende finanzielle Mittel oder bauliche Mängel dafür verantwortlich waren.

Mit dem Bau der heutigen Kirche wurde im Jahre 1757 begonnen. Doch erst nach langer Bauzeit konnte die Sandsteinkirche mit ihrem verschieferten Turm am 31. Juli 1774 von Pfarrer Jean Bernhardi eingeweiht werden.

Noch bis zum Jahre 1824 wurde hier der Gottesdienst in französischer Sprache gehalten.

Eine feste Einrichtung ist seit einigen Jahren der Hugenottengedenktag in Leckringhausen, der an die Gründung der französischen Siedlung am 17. Juni 1699 erinnert. Überliefert ist, dass die Bewohner in dieser Zeit ihren Lebensunterhalt vor allem als Strumpfwirker verdienten.

Im Jahr 2009 stand der Hugenottengedenktag auch im Zeichen des französischen Reformators Johannes Calvin. Nach dem Gottesdienst stand das Hugenottenstübchen als Treffpunkt offen.

Literatur

  • Jochen Desel, Hugenottenkirchen in Hessen-Kassel, Bad Karlshafen 1992, S. 70 ff.

siehe auch

Weblinks