Hugenottenhaus

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Hugenottenhaus.jpg

Das Hugenottenhaus in Kassel wurde 1826 erbaut. Das Gebäude, welches einst als bürgerliches Wohnhaus und Hotel diente, wurde im Zweiten Weltkrieg von den Truppen der Alliierten beschädigt. Das Hugenottenhaus steht seit den 1970er Jahren leer. 2012 war es ein Ausstellungsort der dOCUMENTA (13).

Das Hugenottenhaus als Ausstellungsort der dOCUMENTA (13)

Mithilfe von Teilnehmern an Arbeitsförderungsmaßnahmen aus Chicago und Kassel, die in Bauberufen ausgebildet werden, wurde das Hugenottenhaus im Rahmen der dOCUMENTA (13) wieder aufgebaut. Aus Abbruchhäusern in beiden Städten wurden Materialien für den Wiederaufbau gewonnen. Das Hugenottenhaus diente während der dOCUMENTA 13 als bewohnbares Labor für Objekte, Performances, Diskussionsveranstaltungen, Festessen und Installationen. Der Chicagoer Künstler Theaster Gates hat sich mit dem verfallenden Hugenottenhaus beschäftigt, um die Möglichkeit einer metaphorischen Heilung der durch den Krieg verursachten Verletzungen zu erproben. Die Heilung soll mit Hilfe einer bunt gemischten Gemeinschaft von Arbeitern und Künstlern geschehen, welche eine historische Stätte renovieren, deren Geschichte wiederum auf eine Gemeinde aus religiös-kulturellen Gründen Exilierter, die Hugenotten, zurückgeht.[1]
Im Bodesaal des Hugenottenhaus fand die Dauerperformance "This Variation" statt.

Adresse

Friedrichsstaße 25, 34117 Kassel

Einzelnachweise

  1. dOCUMENTA (13): Das Begleitbuch, Katalog 3/3, hatjecantz, 2012.

Weblinks und Quellen