Hufe

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Die Hufe (auch Hube) ist ein altes aus dem Mittelalter stammendes landwirtschaftliches Rechts- und Flächenmaß, das an das römische Maß mansus (Manse) angelehnt ist. Im wesentlichen ist es die Bezeichnung für eine Größeneinheit von Hof und Ackerfläche die einer "Ackernahrung" einer Familie dient, also für deren Lebensunterhalt ausreicht. Im Rahmen der mittelalterlichen Grundherrschaft wurden die Hufen als unteilbare Hufensitze lehnsrechtlich vergeben. Große bäuerliche Hufensitze zählten als Vollhufner oder Vollspänner vier Hufen.

Alte Maße (in Niederhessen, Raum Kassel,Hofgeismar,Witzenhausen, Homberg/Efze):

1 Ruthe = 14 Casseler Fuß = 4,06 m

150 Quadratruthen = 1 Casseler Acker = 23,8 ar

1 preußischer Morgen (alt)= 25,5 ar

1 preußischer Morgen (neu, seit 1872) = 25,0 ar (1/4 ha, vha)

1 Hufe = (ca.) 30 Casseler Acker = 7,14 ha

Die Hufengröße war im mittelalterlichen deutschen Gebiet, so auch in Nordhessen und Südniedersachsen durch die Anlehnung an die römische "Manse"(7-7,5 ha) überall ähnlich groß. Im Rahmen der deutschen Ostsiedlung wurden ab dem 13./14. Jh.östlich der Elbe auch andere Hufengrößen (bis 15 ha) üblich, die auch mit der Bezeichnung Hof identisch sind.