Homberg (Efze)

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Homberg (Efze)
Homberg Panorama.jpg
Blick auf Homberg und Hohenburg
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Schwalm-Eder-Kreis
Einwohner: 14.570 (2007)
Postleitzahl: 34576
Webcam: * HNA-Webcam
Stadt-Webcam : * Marktplatz.
Gemeindeverwaltung: Rathausgasse 1
Bürgermeister: Martin Wagner ( CDU)
Website: www.homberg-efze-kreisstadt.de

Homberg (Efze) ist eine nordhessische Stadt und Kreisstadt des Schwalm-Eder-Kreis.

Homberg wird auch die "Metropole" an der Efze genannt, da sie die größte Stadt an der Efze ist.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Homberg liegt im Gebiet zwischen Westhessischer Senke und dem Knüll und wird von der Efze durchflossen.

Die Stadt liegt an der Bundesstraße 254, von der die Bundesstraße 323 abzweigt.

Über die B 323 ist Homberg mit der Bundesautobahn A 7 verbunden.

Geschichte

Stadtwappen

"Die Freiheit"

Homberg besteht neben der Oberstadt aus dem im Jahre 1356 durch Landgraf Heinrich II. von Hessen gegründeten Stadtteil „Freiheit“ als Unterstadt.

Über 180 Jahre hinweg besaß die „Freiheit“ eigene Rechte und war von der Stadt unabhängig, bevor sie ein Stadtteil von Homberg wurde.

Auch im Schutze anderer hessischer Städte entstanden „Freiheiten“. Weil die Bürger mit den Städten rechtlich nicht verbunden waren, unterlagen sie nicht den Bürger- und Zunftpflichten.


Aus der Stadtgeschichte

Die spätgotische Stadtkirche St. Marien bestimmt das Bild der Altstadt von Homberg.

Die Grundsteinlegung im Jahre 1340 war auch ein Zeichen des Reichtums der Stadt. Die Marienkirche entstand als spätgotische Hallenkirche an Stelle einer romanischen Basilika. Das Westportal der Kirche gestaltete Baumeisters Tyle von Frankenberg.

1374 folgte der Bau des Kirchturms durch Kirchenbaumeister Heinrich von Hesserode.

Besonders sehenswert sind die Chorfenster der Kirche, die sieben Stationen des spätgotischen Kreuzwegs und die Wohnung des städtischen Türmers, die beim Wiederaufbaus des Kirchturms im Jahre 1687 oberhalb der Altane im Oktogon des Kirchturms errichtet wurde.

Auf dem Marktplatz der Stadt erinnert das Landgraf-Philipp-Denkmal an den Initiator der Reformation im Lande Hessen, die im Jahre 1526 in der St. Marien-Kirche zu Homberg ihren Anfang nahm (Homberger Synode).

Blick auf die Homberger Altstadt

Landgraf Philipp I. von Hessen wollte die Reformation auch in seinem Herrschaftsgebiet einführen wollte und plante darüber hinaus auch weitergehende Reformen. An der Synode in Homberg nahmen sowohl Vertreter der Geistlichkeit als auch weltliche Vertreter der Landgrafschaft teil. Infolge der Synode wurde die Landgrafschaft protestantisch.

Der inzwischen neu gestaltete Marktplatz der ehemaligen Tuch- und Wollhändlerstadt unterstreicht deren Bedeutung in der Zeit vor dem Dreißigjährigen Krieg. Eine Handelsstrasse führte durch das Westheimer Tor in die Stadt. Weitere wichtige Handelsstrasse verliefen aus Homberg durch das Holzhäuser Tor in Richtung Kloster Hersfeld und durch das Obertor über Spangenberg und Waldkappel nach Eisenach.

Riesige Schafherden im Amt Homberg lieferten den Wollwebern und Tuchhändlern den Rohstoff, aus dem die heimischen Tuche gefertigt wurden, die als begehrte Exportartikel bis weit in den Osten gebracht wurden.

Im Jahre 1571 wurde das Hochzeitshaus - das heutige Heimatmuseum - von der Stadt Homberg gekauft. Hier wurden nicht nur Hochzeiten und Feste gefeiert, auch der Adel traf sich hier unter anderem im Anschluss an landgräfliche Jagden.

Wie kaum eine andere Stadt hat Homberg im Dreißigjährigen Krieg einen hohen Tribut entrichten müssen. Jahrhundertelang hatte die Stadt zuvor in blühendem Wohlstand gelebt. Noch kurz vor dem Ausbruch des 30-jährigen Kriegs wurde das Barvermögen der Homberger Bürgerschaft steuerlich auf mehr als 200000 Gulden (etwa 100 Millionen Euro) veranschlagt. Eine Generation genügte, diesen Wohlstand zerrinnen zu lassen.

1639 zählte die Statistik nicht ein einziges Schaf mehr im Amt Homberg. Dazu kam eine weitgehend zerstörte Stadt, über die die Brände des Krieges immer wieder hinweggegangen waren.

Fast 200 Jahre später - zur Zeit des Königreichs Westphalen - ging im Jahre 1809 ein Aufstand gegen Jérôme Bonaparte unter der Führung von Wilhelm Freiherr von Dörnberg von Homberg aus.

Die ehemalige Eisenbahnstrecke LeinefeldeTreysa, ein Teilstück der Kanonenbahn, führte einst über Homberg. Allerdings wurden der Personenverkehr im Jahre 1981 und der Güterverkehr im Jahre 2002 eingestellt.

Mit dem Hissen von Fahnen auf dem Schlossberg und einer Versammlung im Walterschen Saal - heute Gewerbefläche - begann in Homberg vor gut 75 Jahren die Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten. Am Nachmittag des 30. Januars 1933 trafen sich auf dem Schlossberg die begeisterten Nationalsozialisten, um die „neue Zeit“ zu begrüßen.

Das Luftbild von 1982 zeigt den Turm und die Anlage der Homberger Burg auf dem Schloßberg

Die Hohenburg

Die Hohenburg hoch über der Stadt Homberg existierte bereits lange, bevor Homberg 1231 erstmals urkundlich in Erscheinung trat.

Der Name der Stadt Homberg geht auf die Familie von Hohenburg zurück. 1427 stirbt das Geschlecht aus, die Burg ist im Besitz der hessischen Landgrafen und wird weiter ausgebaut: Treppenturm und Burgbrunnen entstehen.

1636 wird die Burg von kaiserlichen Truppen angegriffen und nach ihrer Rückeroberung 1648 nicht wieder aufgebaut.

Am 30. Januar 1933 versammelte sich die nationalsozialistische Prominenz mit vielen Hombergern auf dem Schlossberg. Dort wurde unter großem Jubel die Hakenkreuzfahne gehisst. Eine dunkle Zeit begann - auch in Homberg.

Heute kümmert sich die Burgberggemeinde um die Erhaltung der Burgreste. Besichtigungen sind bis Eintritt der Dunkelheit möglich.

Auf dem Basaltkegel gibt es aber nicht nur alte Mauern, sondern auch Rockmusik: 2005 fand dort das Burgbergfestival zum 25. Mal statt.

Homberg zur Zeit des Nationalsozialismus

Heimatmuseum Homberg

Das Homberger Heimatmuseum - im ehemaligen Hochzeitshaus (Pfarrstraße 26) - vermittelt Informationen zur Stadt- und Wirtschaftsgeschichte, darunter auch zur Geschichte und zu den Produkten des Eisenwerks im Stadtteil Holzhausen.

Zu den Besonderheiten der Museumsausstellung zählt das Stadtmodell, das Homberg vor den Zerstörungen des Dreißigjährigen Krieges zeigt.

... mehr zum Homberger Heimatmuseum

Die Homberger Theodor-Heuss-Schule (THS) im Jahre 1968

Die Homberger THS stand im Jahre 1968 bundesweit im Rampenlicht. Um ein Haar wäre die THS 1968 in John-Lennon-Schule umbenannt worden. Wenn die Schüler ihren Willen bekommen hätten, wäre nicht ein Bundespräsident, sondern ein Beatle Namensgeber des Gymnasiums geworden. Vor 40 Jahren ging es an der THS hoch her.

... mehr zur Homberger Theodor-Heuss-Schule (THS) im Jahre 1968

Hessentag 2008

Vom 6. bis zum 15. Juni 2008 fand in Homberg der Hessentag statt.

Kirchen

Christus-Epheta-Kirche

Zehntscheune in der Homberger Bergstraße

Medien

In Homberg ist die Hessische/ Niedersächsische Allgemeine die einzige Tageszeitung mit Regionalteil.

Daneben erscheint Homberg aktuell und wird wöchentlich an die Homberger Haushalte verteilt.

Persönlichkeiten

Politik

Bürgermeister

Bürgermeister der Stadt Homberg ist Martin Wagner (CDU). Er wurde am 27. Januar 2008 wiedergewählt (54%) und trat die 2. Amtszeit an.

Stadtparlament

Die Sitzverteilung im Stadtparlament stellt sich seit der letzten Kommunalwahl vom 26. März 2006 wie folgt dar:

Wahlkreise

Bundestag

Landtag

Sehenswürdigkeiten

KSV-Baunatal-Radsportler auf Tour nach einer Stärkung mit Obst und Getränken in Homberg
Abteilung Radsport Outdoor im KSV Baunatal

siehe dazu auch:


Stadt Homberg

Blasorchester Brunslar 2007.jpg

Stadtteile

Städtepartnerschaften

Kreisstadt Homberg

Homberg ist die Kreisstadt des Schwalm - Eder - Kreises und Zentrum des "Kurhessischen Berglands".

Ehrenbürger der Stadt

Am 28. März 1933 wurde Adolf Hitler und Hermann Göring die Ehrenbürgerwürde der Stadt Homberg verliehen. Obwohl diese mit dem Tode endet und Kriegsverbrechern nach dem Beschluss der Direktive 38 des Alliierten Kontrollrats in Deutschland vom 12. Oktober 1946 entzogen wird, wurde im Januar 2009 darüber beraten, Hitler und Göring in einem symbolischen Akt die Ehrenbürgerschaft der Stadt Homberg formal zu entziehen[2]. Das Stadtparlament erkannte den Ehrentitel schließlich formell am 22. Januar 2009 ab. [3]

siehe auch

HNA Geschäftsstelle Fritzlar - Homberg,
Ziegenhainer Straße

viele weitere Informationen auch unter:

Wandern

Wussten Sie schon ...

Weitere Informationen:

Weblinks

Wissenswertes über Homberg auch unter:

Einzelnachweise

  1. Aus HNA.de am 25. Mai 2011: Der Winzling kommt groß raus
  2. M. Apel und A. Bernhard: Späte Erinnerung. In: mb-media, 8. Januar 2009
  3. Ehrenbürgerschaft: "Dunkler Punkt beendet": HR Online, 23. Januar 2009


Stadtteile der Stadt Homberg
WappenHomberg.jpg

Allmuthshausen | Berge | Caßdorf | Dickershausen | Holzhausen | Homberg | Hombergshausen | Hülsa | Lembach | Lengemannsau | Lützelwig | Mardorf | Mörshausen | Mühlhausen | Relbehausen | Rodemann | Roppershain | Rückersfeld | Sondheim | Steindorf | Waßmuthshausen | Welferode | Wernswig


Städte und Gemeinden im Schwalm-Eder-Kreis
WappenSchwalmEderKreis.jpg

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