Holzburg

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Holzburg
Kirche-Holzburg.jpg
Kirche zu Holzburg
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Schwalm-Eder
Gemeinde: Schrecksbach
Einwohner: 434 (Stand: 30.06.2006)
Postleitzahl: 34637
Telefonvorwahlen: 06698
Kfz-Kennzeichen: HR
Adresse der
Verwaltung:
Alsfelder Straße 14
34637 Schrecksbach
Bürgermeister: Erich Diehl (SPD)

Holzburg ist eine Ortsteil der Großgemeinde Schrecksbach im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis mit etwa 430 Einwohnern.

Gemarkung und Lage

Holzburg liegt südwestlich von Schrecksbach in einem Seitental der Schwalm. Die Holzburger Kirche befindet sich auf einem steilen Bergvorsprung mit guter Sicht in das Tal. Holzburg hat Straßenverbindungen in die benachbarten Orte Heidelbach und Schrecksbach sowie über eine Straße in Richtung Norden zu den Orten Merzhausen, Zella und Röllshausen. Die Gemarkung hat eine Größe von ca. 616 Hektar.

Geschichte

Holzburg wird erstmals 1232 als "Hahelsburc" urkundlich erwähnt. Bereits 1283 wird in Holzburg eine Pfarrei erwähnt. Ob Holzburg tatsächlich eine Burg gewesen ist, kann nicht belegt werden. Jedoch zeugen die noch heute existierende Wehrmauer mit Schießscharten um den Hof der Dorfkirche von der Wehrhaftigkeit des Ortes.

Die Gerichtsbarkeit wird von den von Liederbach ausgeübt. Diese sind um 1376 mit dem landgräflichen Burglehen aus dem Gericht (ex iurisdictione) Holzburg belehnt.

Ab 1427 kommt Holzburg zum Gericht Heidelbach.

1555 und später gehört Holzburg zum Landgericht Alsfeld. 1577 gibt es in Holzburg 36 Hausgesesse.

Im Jahr 1706 zählt Holzburg 28 Hausgesesse. Im Jahr 1708 wird Holzburg von Hessen-Darmstadt gegen Groß-Umstadt eingetauscht. Mit dem Tausch gehört der Ort zur Landgrafschaft Hessen-Kassel und wird dem Amt Neukirchen zugeordnet. Dadurch, dass der Ort zu Hessen-Darmstadt gehört hat, blieb hier das evangelisch-lutherische Bekenntnis erhalten. 1789 wird die heutige Kirche errichtet.

Im Königreich Westphalen bilden die Franzosen von 1807 bis 1813 das Kanton Neustadt, das zum Distrikt Marburg zählt, hierzu gehört auch Holzburg. Nach der Wiedererrichtung des Kurfürstentums wurde 1814 das Amt Neukirchen wieder eingerichtet. 1821 kommt Holzburg im Rahmen der Kurhessischen Verwaltungsreform zum Justizamt Neukirchen und zum neuen Kreis Ziegenhain. Im Jahr 1834 hat Holzburg 361 Einwohner. Ab 1867 gehört Holzburg zum Amtsgericht Neukirchen.

Im Jahr 1925 leben in Holzburg 384 Menschen. 1928 wird der bisherige Gutsbezirk Schrecksbach B nach Holzburg eingemeindet.

1959 wird das sehenswerte Schwälmer Dorfmuseum in den Räumen der ehemaligen Pfarrscheune aus dem Jahr 1728 in der Ortsmitte eingerichtet. Hierfür setzt sich der Holzburger Pfarrer Heinz Metz sehr ein, indem er zahlreiche Exponate sammelt. Es werden zahlreiche Zeugnisse der Schwälmer Dorfkultur auf drei Etagen in zwölf Räumen ausgestellt.

Im Jahr 1961 hat Holzburg 476 Einwohner.

Am 31. Dezember 1971 gibt die Gemeinde Holzburg ihre Selbständigkeit auf und wird ein Ortsteil der Gemeinde Schrecksbach. Ab dem 1. Januar 1974 wird der Kreis Ziegenhain in den neuen Schwalm-Eder-Kreis eingegliedert, zu dem seitdem auch Holzburg gehört.

Kirche

Museum

Siehe auch

Weblinks


Ortsteile der Gemeinde Schrecksbach
WappenSchrecksbach.jpg

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