Holzape

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Die Holzape bei Wülmersen

Die Holzape ist ein gut 22 Kilometer langer Bach im Landkreis Kassel.

Er entspringt im Reinhardswald am Westhang des Staufenbergs und mündet unterrhalb von Wülmersen in die Diemel.

Zu den Zuflüssen der Holzape (mit einem Einzugsgebiet von etwa 59 qkm) gehören:

  • die Nieme (ein Bach, der im Bereich von Beberbeck zwischen dem „Forsthaus Ziegelhütte“, „Revierförsterei Beberbeck“ und „Schnitterkaserne“ in die Holzape müdet,
  • der Donnebach (der unterhalb der „Revierförsterrei Beberbeck“ bzw. südwestlich von Gottsbüren einmündet) und
  • der Fuldebach (der unterhalb der „Keßpfuhl“-Teiche bzw. westlich von Gottsbüren in die Holzape mündet).


Bachverlauf

Quelle der Holzape am Westhang des Staufenbergs im Reinhardswald
Blick in das mittlere Holzapetal - Höhe Liesenloch

Die Quelle der Holzape liegt am Westhang des Staufenbergs im Reinhardswald]]. Wenige Hundert Meter weiter unterquert der Bach einen Abschnitt der Deutschen Märchenstraße und des Reinhardswaldradwegs, bevor er durch das 1993 begründete und 1,35 km² grosse Naturschutzgebiet „Oberes Holzapetal“ verläuft.

Auf dem Weg zur Mündung fliest die Holzape vorbei an Beberbeck, heute ein Stadtteil von Hofgeismar und nimmt zwischen dem „Forsthaus Ziegelhütte“ und dem Gebäude der „Revierförsterei Beberbeck“ (östlich der „Schnitterkaserne“) das Wasser der Nieme auf, etwas später auch das Wasser des Donnebachs.

Vorbei an den „Keßpfuhl“-Teichen, an denen im Jahr 2003 eine Wasseraufbereitungsanlage eingeweiht wurde, passiert der Bach etwa 1 km westlich den Ort Gottsbüren (heute ein Stadtteil von Trendelburg). Unweit des Orts mündet der Fuldebachs in die Holzape ein.

Hinter Gottsbüren durchfließt der Bach dann rund 1,7 km nördlich von Friedrichsfeld und südlich des Steinkopfs erneut einen engen Talabschnitt im Reinhardswald, in dem einst das Hochwasserrückhaltebecken Friedrichsfeld errichtet werden sollte und wo seit 1980 auf etwa 90 ha Fläche das Naturschutzgebiet „Holzapetal“ ausgewiesen ist.

Im anschließenden Bereich des ehemaligen Wasserschlosses Wülmersen ist noch das Holzapeviadukt der einstigen Carlsbahn vorhanden. Einst wurde hier auch der von der Holzape abzweigende Mühlbach angelegt, um die Gutsmühle in Wülmersen, zu betreiben. Bereits seit 1904 wurde der Betrieb dieser Mühle eingestellt.

Auf ihrem Weg zur Mündung fließt die Holzape westlich an Wülmersen vorbei. Ihre Mündung in die Diemel liegt etwas unterhalb von Wülmersen.


Galerie


Hochwasserschutz

Bis Anfang der 1970er-Jahre gab es Planungen, unterhalb von Friedrichsfeld bzw. oberhalb von Wülmersen ein rund 54 ha grosses Hochwasserrückhaltebecken [1] zu errichten, das jedoch nie ausgeführt wurde.

Literatur

Blick am Wanderweg durch das mittlere Holzapetal
  • Egon Haake, Zwei herrschaftliche Mühlen an der Holzape, in: Jahrbuch des Landkreises Kassel 2012
  • Region Kassel Land e.V. (Hrsg.), Unterwegs im Reinhardswald - 52 Wege und Ziele, Wolfhagen 2011

siehe auch

Wandern

Furt durch die Holzape im oberen Holzapetal bei Beberbeck

Mittleres Holzapetal

Im Wanderführer der Region Kassel Land e.V. ("Unterwegs im Reinhardswald - 52 Wege und Ziele", Wolfhagen 2011) wird eine Wanderung durch das mittlere Holzapetal beschrieben, die am Parkplatz "Drecktor" (am Urwald Sababurg) beginnt und endet und u. a. zur Wüstung Markessen führt, einer ehemaligen Siedlung an einer Furt durch die Holzape.

Weserberglandweg

Der Weserberglandweg führt als Wanderweg zum Beispiel durch das romantische, teils an eine Klamm erinnernde Lumbachtal bei Gieselwerder und folgt zickzackförmig dem Waldrand bei Reinhardshagen mit vielfältigen Ausblicken ins Wesertal. Nebenrouten für Tagesausflüge erschließen das Holzape- und Diemeltal, die Klosterkirche Lippoldsberg und das Donnebachtal wo auch ein Abstecher nach Beberbeck diskutiert wird.

Weblinks und Quellen

Kleiner Steg über die Holzape bei Beberbeck

Quellen

  1. Informationen auf www.uni-kassel.de zum Hochwasserrückhaltebecken Friedrichsfeld

Weblinks