Hohenkirchen

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Die ev. Kirche in Hohenkirchen

Hohenkirchen ist ein Ortsteil von Espenau im Landkreis Kassel.

In der Nähe des Gemeindegebiets entspringen die Flüsschen Espe und Esse.

Der Spitzname der Hohenkirchener ist “Speckerwessen” (Speckerbsen: Erbsen mit Speck oder Speckerbsen ist die Bezeichnung für einen deftigen Eintopf).

Geschichte

Dem Ort Hohenkirchen gab die hoch gelegene Wehrkirche seinen Namen, einst der Ort einer heidnischen Kultstätte und während der „Schlacht bei Wilhelmsthal“ im Siebenjährigen Krieg ein „Feldherrenhügel“. In der „Alten Schule“ ist heute das Heimatmuseum untergebracht, den Steinweg hinunter stehen alte Fachwerkhäuser und -höfe.

Hohenkirchen galt seit jeher als Bauernort. Der Ort hat aber auch eine lange Geschichte als Bergbaugebiet für Eisen- und Manganerz. Seit dem 15. Jahrhundert wurde bei Hohenkirchen Erz abgebaut.

Auch die Erze für die ehemals Landgräfliche Eisenhütte in Veckerhagen kamen vorzugsweise aus den Hohenkirchener Erzgruben.

Am „Lorenplatz“ erläutern heute Hinweistafeln die Standorte der ehemaligen Lagerstätten und eine Lore mit heimischen erzhaltigen Gesteinsbrocken erinnert an die Bergbaugeschichte.

Auf der anderen Straßenseite liegt die Teichanlage, in der die Esse ihren Ursprung hat.

Kirchen

Aus der Geschichte der ev. Kirche

Die evangelische Kirche von Hohenkirchen ist offenbar an der Stelle einer Kapelle aus der Mitte des 12. Jahrhunderts auf dem Kirchberg erbaut worden. Wie alt das Gotteshaus in Hohenkirchen ist, weiß man nicht genau. Einige Anzeichen deuten darauf hin, dass die Kirche bereits 1150 bestand. Seitdem wurde sie mehrfach verändert.1691 war an die Nord- und Südseite der Kirche angebaut worden. 1825 wurde der Friedhof an die Kirche geschlossen. Ein Anbau auf der Nordseite wurde 1967 auf einem früheren stillgelegten Friedhof errichtet. Derzeit wird das Gebäude von Grund auf saniert. Die Kosten sind mit rund einer Million Euro kalkuliert.

Skelettfund 2014

Bei Sanierungsarbeiten im Frühsommer 2014 sind in einem Anbau des Gotteshauses die Skelette von 40 bis 45 Menschen gefunden worden. Die Skelette ruhten in Gräbern, über denen in den 1960er-Jahren der Anbau errichtet wurde.[1] Nur acht komplette Skelette lagen wie in einem Grab nach Osten ausgerichtet, alle anderen Schädel und Körperknochen gehäuft an einer Stelle. Mitarbeiter einer Fachfirma hatten den Betonboden im Keller aufgestemmt. Dort sollten eine Teeküche und Toiletten eingebaut werden. Als die ersten Knochen freilagen, wurden die Arbeiten eingestellt.[2]


siehe auch:

Katholische Kirche

siehe auch

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. Aus HNA.de vom 25. Juni 2014: 40 Skelette in Espenauer Kirche - Polizei nicht über Fund informiert
  2. Aus HNA.de vom 25. Juni 2014: Pfarrer äußert sich zu Skelettfund in Espenau

Weblinks