Hohenburg

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Homberg (Efze) mit der Hohenburg

Die Hohenburg hoch über der Stadt Homberg existierte bereits lange bevor Homberg 1231 erstmals urkundlich in Erscheinung trat.

Burg und Burgherren

Vermutlich wurde die Burg mehr als 150 m über der Efze im 12. Jahrhundert errichtet, die erste Besiedelung in diesem Bereich reicht aber offenbar bis in die Frankenzeit zurück.

Der Name der Stadt Homberg geht auf die Burgherren "von Hohenburg" zurück. 1427 stirbt das Geschlecht aus, die Burg ist im Besitz der hessischen Landgrafen und wird weiter ausgebaut: Treppenturm und Burgbrunnen entstehen.

1636 wurde die Burg von kaiserlichen Truppen angegriffen, und nach ihrer Rückeroberung 1648 nicht wieder aufgebaut.

Heute kümmert sich die Burgberggemeinde um die Erhaltung der Burgreste, um deren tiefen Brunnen sich eine Sage aus alter Zeit vom Mord des Schlosstürmers an seiner Magd rankt.

Angeblich besitzt Homberg den tiefsten in Basalt gehauenen Burgbrunnen des deutschen Mittelalters mit etwa 150 m Tiefe.

Besichtigungen der Burganlage sind bis Eintritt der Dunkelheit möglich.

Burgbergfestival

Luftbild von 1982 zeigt den Turm und die Anlage der Homberger Burg auf dem Schloßberg.

Auf dem Homberger Basaltkegel gibt es aber nicht nur alte Mauern, sondern auch Rockmusik: seit über 25 Jahren findet dort das Burgbergfestival statt, im Jahre 2008 am 25. und 26. Juli.

Geschichte

Alles für die gute Aussicht

Homberger Burgturm wurde in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts erbaut

Von Oskar Breiding

Der wuchtige Burgturm, Wahrzeichen der Stadt Homberg, gehört nicht zum historischen Bestand der Befestigungsanlage, sondern er wurde vor 50 Jahren (1952 bis 1958) als Aussichtsturm im Stil alter Bergfriede von der Burgberggemeinde und vielen freiwilligen Helfern erbaut. 1431 war der alte Burgturm vom Blitz getroffen und „vom Wetter ausgebrannt“ worden. Fortan wurde der Treppenturm des Palas als Burgwachtturm genutzt.

Der Entschluss, wieder einen Burgturm zu errichten, wurde während eines Burgfestes im Jahr 1951 gefasst, als dort das heitere Spiel „Mä wunn insen Dorm honn“ aufgeführt wurde. Im Juni 1952 hatte Baurat Dr. Georg Textor den Plan zum Bau fertig. Die Arbeiten konnten anfangs nur an Samstagnachmittagen ausgeführt werden. Probleme bereitete das Heranschaffen von Baumaterial. Die Wasserzufuhr war oft sehr schwierig. Erst als die Homberger Brauerei einen Behälter aufstellte, war die Wasserfrage gelöst.

Die erste Arbeitserleichterung kam mit einer kleinen elektrischen Winde. Nun konnten die Steine ohne Mühe auf den Turm befördert werden. Der Turm wurde in Basaltbruchsteinmauerwerk ausgeführt, die Fenster- und Türgewände sind aus Sandstein, die Geschossdecken in Stahlbeton gegossen.

Hier der Bauverlauf: • Juli/August 1952 Grundsteinlegung. Nach wenigen Wochen waren die ersten Ansätze der breiten und dicken Turmmauern zu sehen. Die äußere Turmmauer ist zwischen 1,30 und 1,80 Meter stark. Eine Spindel aus Basaltsteinen trägt die Wendeltreppe. • 1955: Das erste Stockwerk ist fertig. Geldspenden, aber auch Zement und Schubkarren als Geschenke halfen dabei. • 1956/1957 fließen Zuschüsse von Stadt, Kreis und Land. Das zweite Stockwerk entsteht. 8,50 Meter Höhe sind erreicht. • 1958: Bauunternehmer Heitkamp (Wanne-Eickel) lässt das letzte Drittel des Burgturms fertigstellen als Geschenk an die Stadt Homberg und die Burgberggemeinde. • 13. Oktober 1958: Der Burgturm (14 Meter hoch und elf Meter Durchmesser ) wird feierlich eingeweiht. • 1959: Die letzten Arbeiten am Turm werden abgeschlossen. Zum Abschluss mussten noch Estrich- und Ausfugearbeiten ausgeführt werden. Im Fußboden des Umgangs im ersten Stock des Turmes sind entsprechend der Himmelsrichtungen, unter den Fenstern, die zwölf Bilder und Symbole des Tierkreises eingelassen. Bei Abbrucharbeiten an der Homberger Klostermühle stellte Dr. Textor gut erhaltene Steinplastiken aus dem 13. Jahrhundert sicher. Die Kopfplastiken wurden beim Turmbau in den Treppenaufgang eingemauert.

Der Rundblick vom Turm wird erleichtert durch Orientierungstafeln mit Entfernungsangaben.

siehe auch

Wussten Sie schon ...

... am 27. August 1952 Grundsteinlegung für den Schlossbergturm war? Die Einweihung des 14 Meter hohen Bergfried war am 12. Oktober 1958.

... vor fünfzig Jahren das Homberger Wahrzeichen - der Burgturm - fertiggestellt und eingeweiht wurde? Der wuchtige Burgturm, im Stil alter Bergfriede errichtet, gehört nicht zum historischen Bestand.

... vor 70 Jahren der Homberger Burgbrunnen gefunden wurde? Hans Salzmann, der glückliche Entdecker und Finder, legte auch die Umfassungsmauer des Brunnenrandes frei.

Oskar Breiding, Homberg

Weblinks


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