Hofgeismarer Stadttore

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Am ehem. Stadttor "Kasseler Tor"
"Sälber Tor"

Der Weg in die historische Altstadt von Hofgeismar führte aus allen vier Himmelrichtungen durch Stadttore, das Kasseler Tor im Süden, das Sälber Tor im Westen, das Schöneberger Tor im Norden und das Mühlentor im Osten. Auch auf einer historischen Karte aus der Mitte des 18. Jahrhunderts sind diese Stadtein- und ausgänge in der Stadtmauer noch vermerkt.

Im Westen der Stadt, in der Nähe der Altstädter Kirche, befand sich das Sälber Tor. Hier betrat man offenbar schon die Stadt, als im Jahre 1223 der Siedlung „Hove Geismari“ durch den Mainzer Erzbischof Siegfried II. Stadtrechte verliehen wurden und sich der Ort zum Mittelpunkt eines Kirchsprengels entwickelt hatte.

Von Süden her – aus Richtung Kassel – führte ein weiterer Weg durch das Kasseler Tor in die Stadt, innerhalb der Stadtmauer dann der Steinweg inmitten der Hofgeismarer "Neustadt" bis zum Töpfermarkt. Dieser Weg erinnert daran, dass die Stadt Hofgeismar an einem Hauptverkehrsweg entstanden ist, der von der Fulda im Süden zur Diemel und weiter zur Weser im Norden führte.

Über den Töpfermarkt hinaus führte der Hauptverkehrsweg weiter über die Marktstraße zum Marktplatz, an den sich weiter nördlich die Peterstadt mit der ehemaligen Petrikirche anschloss. Im Norden der Peterstadt gelangte man am heute nicht mehr erhaltenen Schöneberger Tor zur Stadt hinaus.

Nicht mehr erhalten ist heute auch das ehemals im Osten der Stadt gelegene Mühlentor. Vom Töpfermarkt her gelangten die Bewohner von Hofgeismar durch das Mühlentor zu den außerhalb der Stadt gelegenen Mühlen und zu den Dörfern im Reinhardswald. Erst viel später, nach der Eröffnung der Eisenbahnlinie und der Errichtung des Hofgeismarer Bahnhofs Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Mühlenstraße sowie deren Verlängerung, die Bahnhofstrasse zu einer Hauptverkehrsstrasse.

siehe auch