Hofgeismar - Würfelturmsage

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Nachbildung des Würfelturms

Der Würfelturm war einer der Wachtürme der alten Stadt Hofgeismar im Landkreis Kassel. An ihn erinnert im heutigen Stadtbild nur eine Nachbildung in der Nähe der Würfelturm-Grundschule. Um den Turm rankt sich eine Sage.

Die Würfelturm-Sage

Die Sage, die sich um den Würfelturm rankt, führt in das Jahr 1401 und die monatelange Belagerung der ehemals mainzischen Stadt durch Hessen und Braunschweig:

Seinerzeit wurde bei Fritzlar Herzog Friedrich I. von Braunschweig ermordet und der verdächtige Haupttäter, Friedrich von Hertingshausen flüchtete nach Hofgeismar. Sowohl der damalige Landgraf Hermann von Hessen als auch die Braunschweiger Herzöge versuchten ihn zu fassen und belagerten die Stadt. Bald war alles Essbare bei den Eingeschlossen und bei den Belagerern aufgebraucht und „Schmalhans war Küchenmeister“. Letztlich entschloss man sich um die Stadt zu würfeln. Der Abgesandte der Belagerer hatte den ersten Wurf und würfelte mit seinen drei Würfeln 17 Augen. Daraufhin brach großer Jubel vor den Stadttoren aus. Der Hofgeismarer Abgesandte dachte bei sich „bange machen gilt nicht“, würfelte bedächtig und warf 18 Augen. Wie vereinbart, mussten die Belagerer daraufhin abziehen und die Stadt war gerettet.

Würfelturmspiel

Ein Würfelturm in Miniatur, 18,5 Zentimeter hoch, mit rotem Deckel, dazu ein Würfel und knapp drei Dutzend Holzdübel als Spielsteine, das sind die Bestandteile des „Hofgeismarer Würfelturmspiels“. Würfelturm und Würfelturmsage standen Pate für das Spiel, das sich der Hofgeismarer Unternehmer und Ideenlieferant Tony Prchal ausgedacht hat.

siehe auch

Denkmal in der Hofgeismarer Marktstrasse

Literatur und Quellen

  • Heinrich Rohde, Weserwellen und Diemelgrand - Geschichten und Sagen aus dem Gebiete der oberen Weser, der Diemel und der Esse, 5. Auflage aus Anlaß seines 50. Todestages, herausgegeben und mit Anmerkungen versehen von Micha Röhring, Hofgeismar 1995, S. 18 ff.