Hofgeismar - Überblick

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Hofgeismar – Überblick über die Kernstadt

Historischer Überblick

Nachdem Hofgeismar schon zu Beginn des 13. Jahrhunderts Stadtrechte erhalten hatte, entstand die Stadt an einem Hauptverkehrsweg, der von der Fulda im Süden zur Diemel und weiter zur Weser im Norden führte. Innerhalb der Stadtgrenze bildete den südlichen Teil dieser Straße der Steinweg inmitten der Hofgeismarer "Neustadt", der in den Töpfermarkt einmündete. Hier wurden einst Töpfereiwaren aus der Umgebung der Stadt zum Kauf angeboten.

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Über den Töpfermarkt hinaus führte der Hauptverkehrsweg weiter zum Marktplatz, an den sich weiter nördlich die Peterstadt anschloss.

Am Töpfermarkt zweigte aber auch ein Weg zu den Mühlen der Stadt und zu den Dörfern im Reinhardswald ab, der später zur Mühlenstraße ausgebaut wurde. Nach der Eröffnung der Eisenbahnlinie und der Errichtung des Bahnhofs im 19. Jahrhundert wurde die Mühlenstraße sowie deren Verlängerung, die Bahnhofstrasse zur Hauptverkehrsstrasse.

Übersicht über die heutige Kernstadt von Hofgeismar

Rund um den historischen Töpfermarkt in der Kernstadt von Hofgeismar findet man die meisten Geschäfte der Stadt. Einige Straßencafés laden in der wärmeren Jahreszeit zum Verweilen ein. Hauptgeschäftsstraßen sind die Mühlenstraße bis zur Bahnhofstraße hin, der Steinweg und die Marktstraße bis zum Marktplatz.

Einkaufszentren findet man heute aber auch in anderen Bereichen der Stadt, etwa im Bereich der ehemaligen Manteuffel-Kaserne oder an der Industriestrasse. Im angrenzende Industriegebiet ist seit langer Zeit eine Firma für Autokühler-Fabrikation ansässig.

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Unweit vom Marktplatz mit dem historischen Rathaus und seinen Fachwerkhäusern liegt die Altstädter Kirche, eines des Wahrzeichen der Stadt mit dem Hofgeismarer Passionsaltar aus dem Jahr 1310.

Schlägt man am Marktplatz den Weg zum Stadtmuseum durch die „Apothekenstraße“ ein, führt dieser vorbei am Apothekenmuseum im 900-jährigen „Steinernen Haus“. In unmittelbarer Nachbarschaft wurde im 14. Jahrhundert die historische Petri-Kirche errichtet, die bis zum 18. Jahrhundert im Bereich des heutigen Petriplatzes stand und dem Stadtteil „Peterstadt“ seinen Namen gab. In der etwa zur gleichen Zeit entstandenen Hofgeismarer "Neustadt" ist bis heute die Neustädter Kirche erhalten geblieben.

Rund um den alten Stadtkern befinden sich Teile der historischen Stadtmauer und ein die Stadt umgebender Grüngürtel, besonders an der Bleiche, am Baumhagen und am Turnhagen. Die Hofgeismarer „Hagen“ sind Bepflanzungen der ehemals hier verlaufenden Wallanlagen, die - ebenso wie die Stadtmauer - zur Stadtbefestigung gehörten. Von den ehemals vier Stadttoren sind noch Teile des „Kasseler Tors“ und des „Sälber Tors“ erhalten.

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Jenseits des Bahnhofs, der im März 1848 als das größte Empfangsgebäude der Friedrich-Wilhelms-Nordbahn errichtet wurde, liegt der Stadttteil Gesundbrunnen. Vom Bahnhof aus führt die Brunnenstraße heute durch ein nach dem Zweiten Weltkrieg neu entstandenes Stadtgebiet. Am Gesundbrunnen findet man das Schlösschen Schönburg mit seiner attraktiven Parkanlage und den historischen Gebäuden und Badehäusern sowie das angrenzende Parkschwimmbad der Stadt.

Sehenswürdigkeiten

Literatur

Skulpturen an der Altstädter Kirche
  • Friedrich Pfaff, Geschichte der Stadt Hofgeismar, 2. Auflage, 1954
  • Alt-Hofgeismar, Bilder aus einer vergangenen Zeit 1870 - 1925, herausgegeben und erläutert von Helmut Burmeister und Klaus-Peter Lange, Hofgeismar 1979

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