Historisches Sportfoto: ELTAG-Betriebsmannschaft Anfang 1930er-Jahre

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Marlene Holstein aus Kassel hat eine altes Bild gefunden, auf dem die Handball-Mannschaft ihrer Mutter, Marie Falkenhain (geb. Trümper), ist. Das Foto zeigt die ELTAG-Sportgemeinschaft Leonhard Tietz, EL stand für die Lautschrift des ersten Buchstaben von Leonhard, das t für Tietz und AG für Aktiengesellschaft. Damals gab es sogar eine Hauszeitung, in der über sportliche Erfolge im Handball, der Leichtathletik, Tischtennis, Fußballer oder Wandern berichtet wurde. Leonhard Tietz (3. März 8149 bis 14. November 1914) war ein deutsch-jüdischer Kaufmann und Warenhaus-Unternehmer. Nach seinem Tod führte sein Sohn Alfred Leonhard Tietz das Unternehmen weiter. Es wuchs durch Übernahmen und beschäftigte Anfang der 1930er Jahre etwa 15.000 Mitarbeiter an 43 Standorten. Als 1933 die Nationalsozialisten an die Macht gelangten und auf die sogenannte „Arisierung“jüdischer Kaufhäuser drängten, wurde die Firma in Westdeutsche Kaufhof AG (vorm. Leonhard Tietz AG) umbenannt, ab 1936 ohne Zusatz, blieb im inneren Aufbau aber – im Gegensatz zu vielen anderen enteigneten Firmen – erhalten. Die Familie Tietz musste ihre Anteile unter Wert an Banken abgeben. Sie emigrierte und wurde nach dem Krieg mit 5 Millionen DM entschädigt. Aus den Warenhäusern von Leonhard Tietz ging die heutige Galeria Kaufhof AG hervor (Quelle: wikipedia). Marie Falkenhain (links außen in der untersten Reihe) war bis zur Verrentung 1970 im Kaufhof tätig und traf sich später mit ihren ehemaligen Kolleginnen regelmäßig zum Wandern. Sie starb im Jahr 2006 im Alter von fast 94 Jahren. (Stand März 2011)


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