Historische Straßen und Plätze in Hofgeismar

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Hofgeismar – Überblick über die Kernstadt


Aus alter Zeit

Am Fronhof

Am Fronhof

In einer Urkunde des Mainzer Erzbischofs Sigfrid I. wird Hofgeismar im Jahre 1082 als "Hovegeismari" erwähnt. Damals bestand allerdings schon 300 Jahre lang ein „Fronhof“, woran bis heute eine Straßenbezeichnung („Am Fronhof“) erinnert. Der Wirtschaftshof des alten Hofes Geismar lag südlich der Bäche (von Beke = Bach).

Apothekenstrasse

Eine im Jahre 1652 begründete Apotheke stand seit 1706 im Eigentum der Familie Sander. Nach mehr als 300 Jahren endete zum Ablauf des Jahres 2013 die Geschichte der "Sander´schen Hirschapotheke" am Markt (Standort seit 1710), nachdem erst im Januar 2012 die Apothekerfamilie Parzefall die Apotheke von der letzten Besitzerin Sigrid Friedrich-Sander übernommen hatte. [1] Bereits im Jahre 1989 hatte der Apotheker Harald Friedrich-Sander das Hofgeismarer Apothekenmuseum im Steinernen Haus in der Apothekenstrasse eröffnet. Das Steinerne Haus in Hofgeismar (Apothekenstraße 5) ist der älteste erhaltene Profanbau der Region. Das um das Jahr 1239 errichtete mittelalterliche Gebäude diente vornehmlich als Speicher, später auch als Wohnhaus. Besonders sehenswert ist das gotische Kreuzgratgewölbe im Kellergeschoss des Hauses.

Dragonerstrasse

An das Dragonerregiment Freiherr von Manteuffel (das Dragoner-Regiments Nr. 5), das in den Jahren 1875 bis 1919 in Hofgeismar stationiert war, erinnert die Straße an der katholischen Pfarrkirche St. Peter.

Auch zahlreiche weitere Straßenbezeichnungen in der Stadt erinnern an die einst in Hofgeismar stationierten Soldaten, so z. B. die Straße Am Reithagen, die Kavalleriestraße, die Lazarettstraße, die Magazinstraße, die Manteuffel-Straße oder der Kasinoweg, wo früher das Offizierskasino der Kaserne stand.

Hauptverkehrswege in Hofgeismar

Steinweg

Blick vom Steinweg zum Kasseler Tor und zur Kirche St. Peter

Die Stadt Hofgeismar ist ehemals an einem Hauptverkehrsweg entstanden, der von der Fulda im Süden zur Diemel und weiter zur Weser im Norden führte.

Innerhalb der Stadtgrenze bildete den südlichen Teil dieser Straße der Steinweg inmitten der Hofgeismarer "Neustadt", der in den Töpfermarkt einmündete.

Aus Richtung Grebenstein beginnt der Steinweg nach dem Kasseler Tor in Hofgeismar. Hier befindet sich auch die Kirche der katholischen Pfarrgemeinde St. Peter, die in den Jahren 1897 und 1898 entstand. Die Kirche wurde dem heiligen Apostel Petrus geweiht und damit auch an die ehemalige „Petrikirche“ in Hofgeismar erinnert, die über Jahrhunderte hinweg im Bereich des heutigen Petriplatzes gestanden hatte.

Am oberen Steinweg ist das heute restaurierte Fachwerkbauernhaus Scheffer erhalten geblieben, das im diemelsächsischen Stil errichtet wurde.

Ganz in der Nähe des Steinwegs liegt am Neustädter Kirchplatz die Neustädter Kirche.

Mit dem Bau der Kirche wurde am 22. Mai 1341 (Datum der Grundsteinlegung) begonnen, wobei zunächst der Westturm der Kirche errichtet wurde. Der massive Turm der heute evangelischen Kirche mit 1,50 m starken Quadermauern erhielt im Jahre 1460 ein Turmobergeschoss. Ihn ziert heute eine barocke Zwiebelhaube aus dem 18. Jahrhundert.

Töpfermarkt

Der Töpfermarkt

Vom Steinweg führte der alte Handelweg weiter zum Töpfermarkt. Hier wurden einst Töpfereiwaren aus der Umgebung der Stadt zum Kauf angeboten.

Eindrucksvoll ist das bis heute erhaltene Fachwerkhaus am Töpfermarkt, das ehemalige Bauernhaus des Landwirts Müller, der im "Nebenerwerb" auch Töpferei-Erzeugnisse anbot und deshalb bei manchen Zeitgenossen "Pöttemüller" hieß.

Gegenüber lag die Gastwirtschaft Ludwig, die über Land fahrenden Gästen auch die Unterbringungsmöglichkeit für Pferde und Gespanne bot.

Das "erste Haus am Platz" war Ende des 19./ Anfang des 20. Jahrhunderts das Hotel Deutscher Kaiser.

Weiterhin gab es als grösseres Hotel den Hessischer Hof am Steinweg (heute steht hier ein Einkaufsmarkt).

Den Ansprüchen mancher Offiziere, die seinerzeit in der Hofgeismarer Dragonerkaserne stationiert waren, haben aber offenbar beide Häuser nicht entsprochen, wie die erhaltenen Aufzeichnungen eines Dragoneroffiziers belegen.

Mühlenstraße

Blick in die Mühlenstraße

Über den Töpfermarkt hinaus führte einst der ehemalige Hauptverkehrsweg in Hofgeismar über die Marktstraße weiter zum Marktplatz.

Am Töpfermarkt zweigte aber auch ein Weg zu den Mühlen der Stadt und zu den Dörfern im Reinhardswald ab, der später zur Mühlenstraße ausgebaut wurde.

Nach der Eröffnung der Eisenbahnlinie Mitte des 19. Jahrhunderts und der Errichtung des Bahnhofs entwickelte sich die Mühlenstraße sowie deren Verlängerung, die Bahnhofstrasse zu einer Hauptverkehrsstrasse der Stadt.

Auch heute gehört die Mühlenstraße zu den Haupteinkaufsstraßen von Hofgeismar.

Bereits seit langer Zeit ist die Mühlenstraße zur Fußgängerzone ausgebaut worden.

Wo noch bis in die 1970-er Jahre hinein der Autoverkehr verlief, setzt sich die Fußgängerzone von der Mühlenstraße über den Töpfermarkt und die Marktstraße bis zum Markt fort.

Marktstraße

Marktstraße
Würfelspiel-Denkmal in der Marktstrasse

In früheren Jahren fanden besonders am Töpfermarkt und am Marktplatz die Hofgeismarer Märkte statt. Schon vor dem Jahr 1220 besaß die Stadt das Marktrecht.

Die Marktstraße verbindet den Töpfermarkt mit dem Marktplatz. Auch sie ist bereits seit langer Zeit als Fussgängerbereich umgestaltet worden.

In der unteren Marktstrasse erinnert die Würfelspielskulptur an das Glück eines Hofgeismarers, der im Jahre 1401 mit drei Würfeln 18 Augen würfelte und so die Belagerung der Stadt beendete. Das Denkmal wurde von der Künstlerin Karin Bohrmann-Roth geschaffen und am 11. August 2012 eingeweiht. (siehe dazu den Regiowiki-Artikel von der Hofgeismarer Würfelturmsage). [2]

In früheren Jahren führte noch Autoverkehr über diesen Hauptverkehrsweg vom Töpfermarkt zum Marktplatz und darüber hinaus.

Einst stand im oberen Bereich der Marktstraße - unmittelbar neben dem Rathaus - das ehemalige Gilde- und Hochzeitshaus der Stadt. Das Gebäude wurde im Jahre 1620 im Stil der Spätrenaissance erbaut, erfuhr aber nach einem Brand im Jahre 1850 starke bauliche Veränderungen. Das ehemals mehrstöckige Haus wurde seinerzeit nicht mehr in seiner ehemaligen Form errichtet und lediglich ein Dachstuhl mit neoklassizistischer Fassade auf das Erdgeschoss aufgebaut.

Am früheren Standort in der Marktstraße diente dieser Bau dann noch bis weit in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts als Museumsstandort, bevor er 1978 der neuen Stadthalle weichen musste, die im Zuge der damaligen Rathaus-Restaurierung und Stadtsanierung im Bereich von Markt-, Farbe- und Georgenstrasse entstand.

An seinem heutigen Standort in der Farbestrasse ist von dem ehemaligen Gilde- und Hochzeitshaus nur noch die Fassade erhalten geblieben.

Markt

Fachwerkhäuser am Markt

Am Markt prägen einige interessante Fachwerkhäuser und das Rathaus der Stadt das Straßenbild, vor ´dem Rathaus ein noch zu Kaisers Zeiten errichtetes Kriegerdenkmal aus dem Jahre 1902.

Die Enthüllung des neuen Denkmals – und zugleich Brunnens – vor dem Rathaus war seinerzeit ein besonderes Ereignis für die Hofgeismarer Bevölkerung. Mit seiner Erstellung zu Ehren der im preußisch-französischen Krieg (1870/ 71) gefallenen Hofgeismarer Bürger wurde seinerzeit der ortsansässige Steinmetzmeister Adolf Israel beauftragt.

Das Hofgeismarer Rathaus am Markt wurde bereits Ende der 1720-er Jahre auf dem hohen Kellergewölbe des ursprünglichen Rathauses aus dem 14. Jahrhundert errichtet.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das ehemals zweigeschossige Bauwerk aufgestockt und umgestaltet und diente dann lange Jahre als Schulhaus. Im umgebauten Rathaus wurden ab 1856 die Klassen der Hofgeismarer Realschule untergebracht.

Nach erheblichen Umbauten im 19. und 20. Jahrhundert präsentiert sich das Rathaus in seiner heutigen Form mit Treppengiebel und Glockenspiel. Erhalten geblieben ist die doppelarmige Freitreppe zum Markt hin, die zum Hauptportal führt.

Rund um den Altstädter Kirchplatz

Unweit des Marktplatzes liegt der Altstädter Kirchplatz (rund um die Altstädter Kirche), der zu Beginn des 20. Jahrhunderts erhebliche bauliche Veränderungen erfahren hat. Im Nordwesten des Platzes - in unmittelbarer Nähe der ehemaligen Franziskanerkirche aus dem 13. Jahrhundert - lag einst der "Spiegelhof" und die von Spiegel´sche Scheune (auch als ehemalige Zehntscheune bekannt), die Ende der 1920-er Jahre durch den Bau des damals neu errichteten Finanzamts ersetzt wurden. Das heutige Finanzamts-Gebäude entstand in den Jahren 1929/30 und wurde am 9.11.1930 seiner Bestimmung übergeben. [3]

Schräg gegenüber des Finanzamts liegt ein bis heute erhaltenes Gebäude, in dem bis in die 1970-er Jahre hinein das Bürgermeisteramt der Stadt untergebracht war, bevor die Stadtverwaltung in das restaurierte Rathaus zog.

Zum Dekanatsgebäude hin liegen schließlich einige Bürgerhäuser, die hier zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden sind.

Historische Straßenbezeichnungen

"Sälber Tor"
  • Der Weg in die historische Altstadt von Hofgeismar führte aus allen vier Himmelrichtungen durch Stadttore, das Kasseler Tor im Süden, das Sälber Tor im Westen, das Schöneberger Tor im Norden und das Mühlentor im Osten. Im Westen der Stadt, in der Nähe der Altstädter Kirche, befand sich das "Sälber Tor". Hier an der Keimzelle der Stadt Hofgeismar, betrat man offenbar schon die Stadt, als im Jahre 1223 der Siedlung „Hove Geismari“ durch den Mainzer Erzbischof Siegfried II. Stadtrechte verliehen wurden und sich der Ort zum Mittelpunkt eines Kirchsprengels entwickelt hatte.
  • An die einst in Hofgeismar stationierten Soldaten erinnern heute noch zahlreiche Straßenbezeichnungen in der Stadt, so z. B. die Straße Am Reithagen, die Kavalleriestraße, die Lazarettstraße, die Magazinstraße, die Manteuffel-Straße, die Dragonerstraße oder der Kasinoweg, wo früher das Offizierskasino der Kaserne stand.
  • Auch an einige Bürgermeister aus dem 19. Jahrhundert erinnern heute Straßennamen in Hofgeismar (Hottejan, Laneus, Schirmer und Weiß), die in dem Buch von Klaus-Peter Lange, Die Straßennamen der Stadt Hofgeismar, Hofgeismar 2009 angesprochen werden. Erinnert wird darin auch an die lange Amtszeit von Bürgermeister Weiß, (Anwalt und zugleich der letzte Bürgermeister der Stadt im Nebenamt), der im Jahre 1845 zu den Mitbegründern der "Sparkasse zu Hofgeismar" gehörte.
  • Eine nennenswerte bauliche Erweiterung der Stadt Hofgeismar war ab dem Jahre 1919 die sogenannte "Kolonie" an der Grebensteiner Straße. Dort wo sich einst Gärten befanden, im Bereich der Blumenstraße, entstand die neue Siedlung. Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen im Viertel am Jahnsportplatz Straßenbezeichnungen mit Städtenamen aus ehemals deutschen Ostgebieten hinzu, etwa die Danziger-, die Gleiwitzer-, die Königsberger-, die Reichenberger -, die Stettiner - oder die Schlesische Straße.

Literatur

Literaturauswahl

  • Die Straßennamen der Stadt Hofgeismar, Deutungsversuche von Klaus-Peter Lange, Eigenverlag Hofgeismar 2009
  • Friedrich Pfaff, Geschichte der Stadt Hofgeismar, 2. Auflage, 1954
  • Alt-Hofgeismar, Bilder aus einer vergangenen Zeit 1870 - 1925, herausgegeben und erläutert von Helmut Burmeister und Klaus-Peter Lange, Hofgeismar 1979

Seidenem Strumpf auf der Spur

Klaus-Peter Langes Buch erklärt Namen der Straßen - Von Brandstätte, Weinberg und Co. [4]

aus einem Artikel von Thomas Thiele in HNA-online vom 1.10.2009

Hofgeismar - Am Petriplatz

Hofgeismar. Woher hat die Brandstätte ihren Namen? Warum bekam Franz Annecke eine eigene Straße? Was ist eine Wörth? Und wer war Max Eyth? Wer durch Hofgeismar geht oder fährt, sieht viele Straßennamen, aber die wenigsten wissen, welche Bedeutung sie haben, woher sie kommen. Das hat Klaus-Peter Lange keine Ruhe gelassen und er hat ein Buch darüber geschrieben, das jetzt im Eigenverlag erschienen ist.

Der frühere Lehrer, der historisch sehr interessiert ist und schon vor 30 Jahren den Bildband "Hofgeismar in alten Ansichten" mit herausgab, wurde oft nach der Bedeutung von Straßennamen gefragt. Deshalb begann er schon 1994 mit dem Sammeln von Informationen zu den Hofgeismarer Straßen, wertete fast 50 Buch- und Aktenquellen sowie 17 Kartenwerke aus verschiedenen Jahrhunderten aus und sprach mit zahlreichen Mitbürgern, die ihm sonst nirgendwo zu lesende Tipps gaben.

Manche Straßennamen wurden erst in den vergangenen Jahren gezielt für Neubauviertel vergeben und versammeln beispielsweise Politikernamen wie am Hohen Feld, Baumnamen wie in der sogenannten Paprikasiedlung oder Städtenamen aus ehemals deutschen Ostgebieten im Viertel am Jahnsportplatz. Zu allen diesen Namen gibt es kurze Erläuterungen und Biografien.

Noch einige Fragezeichen
Spannender wird es bei den alten Namen im Stadtkern, die seit Jahrhunderten überliefert, aber erst vor etwas über 100 Jahren auf den ersten Straßenschildern festgehalten wurden. Hinter ihnen verbergen sich oft erstaunliche Erklärungen, auch wenn Klaus-Peter Lange bei einigen noch Fragezeichen anbringen muss. Wie etwa bei der Susannenstraße, der Baustraße oder dem Löffelburger Weg, wo nicht alle Erklärungen schlüssig sind. Gefahndet wird auch immer noch nach der rätselhaften Huxholle sowie nach Erklärungen für das Gauzer Tor in Carlsdorf oder Am Borsig in Kelze.

Lange klärt in seiner Fleißarbeit (lediglich bei einigen Personen wie Hottejan, Schirmer und Falckenheiner fehlen die Vornamen) überraschende Hintergründe auf. Er verrät, wo das echte Sudheimer Kreuz sich heute befindet und dass am Mühlenfeld bis 1616 eine städtische Windmühle stand (dazu kamen noch elf Wassermühlen an Esse und Lempe). Namensgeber für den Zwiebelsfelder Weg war kein Gemüse, sondern eine wichtige Trinkwasserquelle. Der Obere Weg hieß schon einmal Auf dem Graben, die Kleine Baustraße war einmal die Magdalenenstraße und der Name der Hufeisenstraße entstand durch einen Scherz.

Schmunzeln lässt auch die Tatsache, dass die Pfarrgasse oder Pfaffengasse, die direkt am ehemaligen Chorherrenstift Hofgeismars liegt, in einer Akte auch "Im seidenen Strümpfche" heißt - dort wohnten die leichten Mädchen. Nicht nur verschwundene Orte dienten als Namensgeber, sondern auch Dinge, die es noch gar nicht gibt, wie bei der Teichstraße: Der seit langem geplante Teich zwischen Mühlenfeld und Bahnlinie wurde bis heute nicht gebaut.

Strassenansichten in der Hofgeismarer Altstadt

Stadttore

Der Weg in die historische Altstadt von Hofgeismar führte aus allen vier Himmelrichtungen durch Stadttore, das Kasseler Tor im Süden, das Sälber Tor im Westen, das Schöneberger Tor im Norden und das Mühlentor im Osten. Auch auf einer historischen Karte aus der Mitte des 18. Jahrhunderts sind diese Stadtein- und ausgänge in der Stadtmauer noch vermerkt.

Am ehem. Stadttor "Kasseler Tor"

Im Westen der Stadt, in der Nähe der Altstädter Kirche, befand sich das Sälber Tor. Hier betrat man offenbar schon die Stadt, als im Jahre 1223 der Siedlung „Hove Geismari“ durch den Mainzer Erzbischof Siegfried II. Stadtrechte verliehen wurden und sich der Ort zum Mittelpunkt eines Kirchsprengels entwickelt hatte.

Von Süden her – aus Richtung Kassel – führte ein weiterer Weg durch das Kasseler Tor in die Stadt, innerhalb der Stadtmauer dann der Steinweg inmitten der Hofgeismarer "Neustadt" bis zum Töpfermarkt. Dieser Weg erinnert daran, dass die Stadt Hofgeismar an einem Hauptverkehrsweg entstanden ist, der von der Fulda im Süden zur Diemel und weiter zur Weser im Norden führte.

Nicht mehr erhalten ist heute das ehemals im Osten der Stadt gelegene Mühlentor. Vom Töpfermarkt her gelangten die Bewohner von Hofgeismar durch das Mühlentor zu den außerhalb der Stadt gelegenen Mühlen und zu den Dörfern im Reinhardswald. Erst viel später, nach der Eröffnung der Eisenbahnlinie und der Errichtung des Hofgeismarer Bahnhofs Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Mühlenstraße sowie deren Verlängerung, die Bahnhofstrasse zu einer Hauptverkehrsstrasse.

siehe auch

Weblinks und Quellen

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Quellen

  1. HNA-online vom 25.9.2013: Apotheke schließt - Familie Parzefall gibt Standort am Rathaus auf
  2. HNA-online vom 9.8.2012: Würfelturmsage in Bronze
  3. Finanzamt Hofgeismar auf http://verwaltung.hessen.de
  4. Die Straßennamen der Stadt Hofgeismar, Deutungsversuche von Klaus-Peter Lange, Eigenverlag Hofgeismar 2009

Weblinks