Historische Petrikirche in Hofgeismar

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Hofgeismar - alte Stadtansicht

Die ehemalige Petrikirche, ehemals im nördlichen Hofgeismarer Stadtteil „Peterstadt“ gelegen, stammte etwa aus derselben Zeit, wie die noch heute erhaltene Neustädter Kirche, mit deren Errichtung im 14. Jahrhundert begonnen wurde. Zuvor soll sich in der Peterstadt bereits eine hölzerne Kirche befunden haben, die dem hl. Petrus geweiht worden war.

Auf alten Stadtansichten aus dem 17. Jahrhundert ist neben der Altstädter Kirche und der Neustädter Kirche auch die ehemalige Petrikirche noch zu sehen.

Mit dem Bau der heutigen katholischen Pfarrkirche St. Peter in Hofgeismar (am ehemaligen Kasseler Tor) wurde erst im Jahre 1897 begonnen. 1898 wurde die fertiggestellte Kirche dem heiligen Apostel Petrus geweiht und damit an die ehemalige „Petrikirche“ in Hofgeismar erinnert.

Petrikirche

Die erste steinerne Petrikirche in der Hofgeismarer Petristadt musste bereits im Jahre 1449 durch eine neue, beständigere Kirche ersetzt werden. Nach der Überlieferung verfügte sie über einen sechseckigen Westturm.

Auch dieser Kirchbau erwies sich allerdings als wenig stabil, möglicherweise wurde er aber auch vernachlässigt, als nach der Reformation im Stadtgebiet weniger Kirchen benötigt wurden. Jedenfalls stürzte schon etwa 200 Jahre nach der Errichtung das Kirchenschiff ein. Nachdem auch der obere Kirchturm am 31. Oktober 1782 einstürzte, entschloss man sich im Jahre 1783 letztlich zum Abriss der Kirche, wobei deren Ruinen noch einige Zeit auf dem Grundstück (mit angrenzendem Kirchhof) verblieben.

Auf dem Gelände wurde im Jahre 1842 das ehemalige "Amtsgericht" errichtet, das Amtshaus für den Justizamtmann des Gerichtsbezirks Hofgeismar, das im Juni 1848 bezogen werden konnte. Zuletzt war im Amtshaus die Polizeistation Hofgeismar untergebracht, bevor diese zur Manteuffel-Anlage (auf dem ehemaligen Gelände der Manteuffel-Kaserne in Hofgeismar) umzog.

Literatur:

  • Friedrich Pfaff, Geschichte der Stadt Hofgeismar, 2. Auflage, 1954
  • Joseph Weber, Entwicklung der katholischen Gemeinden im Kreis Hofgeismar, in: Heimatjahrbuch für den Kreis Hofgeismar 1968, S. 44 ff.
  • Klaus-Peter Lange, Die Straßennamen der Stadt Hofgeismar, Hofgeismar 2009

Petriviertel

Am Petriplatz in Hofgeismar

Die Hofgeismarer Stadtplanung sieht für die kommenden Jahre erhebliche Veränderungen in der ehemaligen "Peterstadt", dem heutigen "Petriviertel" vor. In dem Gebiet mit einer Fläche von etwa 4000 Quadratmetern entlang der Stadtmauer sollen nach dem Abriss des ehemaligen "grünen Warenhauses" und des Gebäudes der ehemaligen Wäscherei Günther unter anderem ein Ärztehaus und altengerechte Wohnungen entstehen.