Hessenkolleg

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Die Hessenkollegs sind Einrichtungen der Erwachsenenbildung in staatlicher Trägerschaft. Der zweite Bildungsweg führt in drei Jahren zum Abitur (Allgemeine Hochschulreife) und in zwei Jahren zur Fachhochschulreife.

Es bestehen landesweit vor Hessenkollegs:

Der Grundgedanke für das Hessenkolleg stammt aus der Nachkriegszeit. Viele junge Erwachsene wollten sich weiterbilden und forderten Abendgymnasien. Schnell stellte sich heraus, dass die Doppelbelastung durch Beruf am Tag und Schule am Abend für viele zu hoch war. So ist der Wunsch nach Tagesschulen aufgekommen. Auch der beginnende wirtschaftliche Aufschwung hatte großen Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften. In diesem Geist entstanden die Hessenkollegs.

Das Hessenkolleg Kassel

Das Hessenkolleg Kassel wurde im Mai 1962 eröffnet. Ein Argument für den Standort waren die vielen nordhessischen Bewerber bei den Kollegs in Südhessen. Pro Jahr legen circa 30 Studierende ihre Prüfung zur Hochschulreife ab oder erwerben eine entsprechende Zugangsberichtigung. Das Durchschnittsalter beträgt 23 Jahre. Die Studierenden werden von 16 Lehrern unterrichtet. Seit Gründung der Schule haben über 2000 Schüler auf dem Hessenkolleg Kassel ihre Hochschulreife erworben.

Geschichte

Im September 1961 wurde bekannt, dass die amerikanische Religionsgemeinschaft "Brethren Service Commision" ihr Nachbarschaftshaus an der Witzenhäuser Straße verkauft. Das Gebäude bot mit seinem 2800 Quadratmeter großen Grundstück ausreichend Platz für das zu gründende Hessenkolleg. Dort konnten Unterrichts-, Arbeits- und Internatsräume untergebracht werden. Das Gebäude wurde daraufhin von der Landesregierung gekauft.

Das Gebäude wurde für den Unterricht und die Verwaltung sowie als Wohnheim für bis zu 30 Studierende genutzt. Zusätzlich lebte dort der Schulleiter mit seiner Familie sowie die Verwaltungsleiterin.

Am 2. Mai 1962 haben die ersten Kollegiaten mit ihrer zweieinhalb Jahre dauernden Ausbildung begonnen. Damals wurden 58 Schüler aufgenommen, heute sind es über 100. Ab Februar 1982 wurden halbjährige berufsbegleitende Vorkurse eingerichtet. Sie konnten die Eignungsprüfung ersetzen.

Bis zur Auflösung des Wohnheimes 1972 gab es ca. 12 Doppelzimmer, die jeweils von zwei Kollegiaten bewohnt wurden. Meist standen aus Platzmangel die Betten übereinander. Das Wohnheim wurde aufgelöst und stattdessen wurde es zu Unterrichtsräumen umgebaut. da die Zahl der Studenten stetig angetiegen war, wurde der Umbau nötig. Schließlich wurden im Anne-Frank-Heim Räume angemietet, um auch dort zu unterrichten.

1994 bekam das Hessenkolleg Kassel einen dreigeschossigen Erweiterungsbau und vergrößerte sich damit um 1000 Quadratmeter. 2003 wurde die Bibliothek eingeweiht. 2008 wurde das Landesabitur eingeführt. Vorschläge für die Aufgaben für das schriftliche Abitur werden seitdem zentral im Kultusministerium erarbeitet.


Weblinks