Hessengau

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Schon Bonifatius berichtete vom "pagus hassorum", dem Gau der Hessen. Hierbei handelte es sich um die Keimzelle der späteren Landgrafschaft Hessen. Erst in der Mitte des 20. Jahrhundert kam die Bezeichnung Chattengau auf, die den "Hessengau" ersetzte.

Der Hessengau (pagus Hassorum) erstreckte sich im Mittelalter zwischen Beverungen und Marsberg im Norden und Bad Hersfeld im Süden:

Die Aufteilung entstand, als im 7. Jahrhundert die Sachsen nach Süden drängten und das dabei eroberte Land selbst besiedelten. Die Grenze zwischen den beiden Teilen liegt etwa auf der Linie Hann. Münden - Korbach und verlief damit nur ein kleines Stück nördlich von Kassel. [1]

Nach der ersten nachchristlichen Jahrtausendwende kam der (nieder-) sächsische Teil des Hessengaus nach dem Tod des Grafen Dodiko von Warburg im Jahr 1020/21 an das Erzbistum Paderborn. Der südliche, fränkische Teil wurde von (Gudensberg-)- Maden aus von den Grafen Werner (- von Grüningen) und 1121/22 von den Gisonen als Reichslehen verwaltet.

Durch die Herrschaftsstrukturen im Hohen Mittelalter, unter deren ottonisch-niedersächsischer, ab 1021 paderbornischer Ägide sich im nördlichen Hessen der Sächsische Hessengau ausgebildet hatte blieb in diesem Gebiet zunächst bis ins Kasseler Becken hinein, später (bis heute) bis an dessen nördlichen Rand die niederdeutsche Sprache erhalten. Das gesamte Einzugsgebiet der Diemel im Landkreis Kassel und im Landkreis Waldeck-Frankenberg befindet sich daher nördlich der "Ick-Ich-Linie" (Benrather Linie) mundartlich im Niederdeutschen.

siehe auch

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. Informationen auf wikipedia.org

Weblinks