Hermann I. (Thüringen)

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Landgraf Hermann I. (um 1155 – 1217) war der Sohn von Landgraf Ludwig II. von Thüringen aus dem Geschlecht der Ludowinger. Er folgte auf seinen Bruder Ludwig III. (verstorben im Jahre 1190 auf dem Kreuzug) als Landgraf von Thüringen.

Das Geschlecht der Ludowinger geht zurück auf Ludwig den Bärtigen, der um das Jahr 1040 ein Lehen nördlich des Thüringer Waldes erhielt.

Die oberhalb der Stadt Eisenach gelegene Wartburg soll der Überlieferung nach von seinem Sohn, Graf Ludwig dem Springer im Jahre 1067 begründet worden sein.

Im Jahre 1080 wurde die Burg erstmals urkundlich erwähnt, die während der Herrschaft von Landgraf Hermann I. ihre Blütezeit erlebte.

Auf Hermann I. folgte dessen Sohn Ludwig als Landgraf von Thüringen, der mit Elisabeth von Thüringen verheiratet war. Beide wurden nach ihrem Tode heilig gesprochen.

Als Ludwig im Jahre 1227 auf einem Kreuzzug im italienischen Otranto verstarb, war dessen Sohn Hermann noch minderjährig, so dass der jüngere Sohn von Landgraf Hermann I., Heinrich Raspe die Regentschaft übernahm.

Ein weiterer Sohn, Konrad übte als Graf von Gudensberg von 1231 bis 1234 die Herrschaft über den hessischen Teil der Landgrafschaft Thüringen aus und führte bis 1233 verschiedene Feldzüge gegen den Erzbischof Siegfried III. von Mainz. Auch durch Bündnisse mit anderen hessischen Grafen versuchte er die Macht des Erzbistums Mainz einzudämmen. So bestanden etwa Schutz- und Trutzbündnisse mit den Grafen von Battenberg oder von Ziegenhain. Im Jahre 1232 eroberte Konrad die damals mainzische Stadt Fritzlar. Die Stadt wurde dabei zerstört und die Stiftskirche St. Peter geplündert und verwüstet. In späteren Jahren setzte sich Konrad - zeitweilig mit dem päpstlichen Bann belegt - für den Wiederaufbau der Stiftskirche ein.

siehe auch

Wartburg

Weblinks