Hermann Begemann

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Berühmte Mündener

Hermann Begemann

Pastor Hermann Begemann auf einem Gemälde von Heinrich Pforr (aus dem Privatbesitz von Dr. Gerhard-Bernhard Wüstenfeld, Hann.Münden) Foto: nh

Er saß Modell für ein Gemälde, das Christus zeigen sollte. Es gibt wohl wenig, das besser verdeutlichen könnte, wie glaubhaft der Pastor Hermann Begemann in seinem christlichen und sozialen Wirken war. 50 Jahre lang war Hermann Begemann Pastor der Evangelisch-Reformierten Gemeinde in Münden.

In dem Elternhaus in Hannover, in das Hermann Begemann 1862 geboren wird, sind Hilfsbereitschaft und Glaube wichtige Tugenden. So wächst schon früh der Entschluss des jungen Mannes, Theologie zu studieren. 1882 hält der 26 Jahre alte Student seine erste Predigt in Vertretung in Münden, elf Jahre später wird er dort zum Pastor. „Die mannigfaltige Predigt ist einer von vielen Wegen zu den Menschenherzen“, sagte er in seiner Ordinationspredigt. „Es gilt (...) Notstände, welche der Entfaltung des christlichen Lebens hinderlich sind, mit Wort und Tat zu bekämpfen.“

Und das tat der Mann mit dem feinen Lächeln hinter mächtigen Bart. Begemann, der sieben Kinder mit seiner Frau Wilhelmine Clementine (geb. Klugkist) hatte, engagierte sich nicht nur innerhalb der Gemeinde, sondern auch für das Vereinskrankenhaus und die Kinderbewahranstalt. Sein Einsatz im Bauverein für das Wohl Bedürfitger schlug sich in der Bennenung einer Straße in Hermannshagen nieder.

1933 ging der beliebte Pastor in den Ruhestand. Er starb 1941. Das Gemälde „Die Bergpredigt“ von Heinrich Pforr, für das Begemann Modell saß, hängt übrigens heute in der St. Matthäuskirche in Hermannshagen.

siehe auch