Henschel (1861-1910)

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Das Henschelwerk in Rothenditmold im Jahr 1873
Die 100. Dampflokomotive - 1865
Per Pferdewagen wurden die schweren Loks von der Fabrik Richtung Bahnhof transportiert - Zeichung um 1865

Bis zum Jahre 1910 gelangte die Firma "Henschel und Sohn" mit ihren Werken am Möncheberg und in Rothenditmold an die Spitze des europäischen Lokomotivbaus. Ein Indiz für die gestiegene Leistungsfähigkeit: seit 1900 wuchs die Zahl der Werksangehörigen von 2220 auf 6149.

Carl Anton Henschel gehörte im frühen 19. Jahrhundert in Deutschland zu den Begründern des Maschinenbaus. Mit seinem Namen werden grundlegende Erfindungen verbunden. Sein Bruder Johann Werner Henschel hatte bereits im Jahre 1810 zusammen mit seinem Vater Georg Christian Carl Henschel eine kleine Fabrik gegründet. In die steigt sieben Jahre später Anton als Teilhaber ein.

Schnell verlegte man sich mehr und mehr auf den Maschinenbau und Carl Anton Henschel macht mit Erfindungen von sich reden, darunter das tragende Ketten- und hydraulische Kastengebläse, Röhrendampfkessel- und Turbinenkonstruktionen.

Nachfolger Georg Alexander Carl Henschel, 1810 geboren, nahm 1840 den Bau schwerer Werkzeugmaschinen und schließlich den Lokomotivbau auf. Die Nummer 1, der "Drache" für die Friedrich-Wilhelms-Nordbahn zu Kassel verließ im Juli 1848 die Henschelsche Fabrik.

Zwölf weitere Jahre vergingen, bis die ersten 50 Loks hergestellt waren, im Jubiläumsjahr 1910 ist die Jahresproduktion auf 800 angestiegen. Die Lieferfristen für eine Neukonstruktion haben sich in den letzten zehn Jahren mehr als halbiert, von sieben bis neun auf drei bis vier Monate. Ein Verdienst aller Henschelaner, ob in einem von vier Konstruktionsbüros, in der Gießerei, im Rahmenbau, im Kohlenlager, im Pferdestall, in der Automobilhalle.

Im August 1910 gibt es dann Anlaß zur Freude. Das Familienunternehmen in der fünften Generation besteht seit 100 Jahren und die 10000. Lok verläßt die Werkshallen. "Aus den kleinsten Anfängen hat es sich zu dem größten Werk seines Industriezweiges in Europa entwickelt", heißt es in der 147 Seiten dicken, großformatigen Festschrift.

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